Bilderflut

Man nennt es neudeutsch „storytelling“, Geschichten-Erzählen. Angewandt, um ohne viele Worte Bilder sprechen zu lassen, die die Aufmerksamkeit des Betrachters besser erreichen als ein nüchterner Sachtext. Es sollen Assoziationen geweckt werden wie  in unserem Fall   Bildergeschichten im Amtsblatt.

Zu verfolgen sind sie in den letzten drei Ausgaben des Montfortboten (MOBO). Es werden Geschichten von Instandhaltungsmaßnahmen in unserem Ort erzählt. Leider fehlt ihnen der rote Faden.

Es sind Baumaßnahmen, die teilweise eher unter der Bezeichnung Instandhaltungsmaßnahmen zu verstehen sind. (z.B. Eingang des Strandbades, Kabelverlegung, Arboner Platz)

Beginnend mit der Ausgabe des MOBO vom 26.4.2019, über den 3.5.2019 bis zur aktuellen Ausgabe vom 10.5.2017 lässt der Verantwortliche der Redaktion BM Krafft im amtlichen Teil insgesamt fast 30 Bilder von baulichen Tätigkeiten zeigen. Es kommt zu Mehrfachabbildungen, besonders die verschiedenen Toilettenanlagen nehmen großen Raum ein.

Welche einzelne Geschichte will man uns erzählen? Die Geschichte einer eher ziellosen Aktivität ohne Leitbild für den Ort mit einer Baustelle nach der anderen? Die Geschichte, die die Toilettenfrage aus den Fördertöpfen zweier verschiedener Ministerien, von einander nichts ahnend, in den Vordergrund ihrer Planung stellt?  Die Geschichte von der Umgestaltung des Strandbades ohne das geplante Kinderplanschbecken noch vor Saisonanfang ? Mit neuen Öffnungszeiten zwischen Anfang Juni und August?   

Oder die wenig glücklich erzählte Geschichte um die Rodung in der Unteren Seestr. im Februar, die mit dem Bau von Insektenhotels und Neuanpflanzungen wettgemacht werden soll?

Drei MOBO- Ausgaben, die Werbegeschichte von einem Bürgermeister, der sich als CDU-Kandidat für den Kreistag bewirbt. 

Sorgfältig geplante Investitionen, die sich einem zuvor entwickeltem Masterplan unterwerfen, würden gut erzählte Geschichten ausmachen!

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