Manege frei: letzter Akt

Man erinnere sich, ein Aufritt bei der Kandidatenrunde der Parteien (s. Beitrag vom 17.5.2019) fehlte noch. Es wurde vermutet, der Auftritt wäre verpasst worden. 

Aber nein, nun fand er statt. Jonglierend in launiger Bieratmosphäre stellten die Artisten der CDU mehr oder weniger ihr eigenes Publikum, ohne doppelten Boden, ohne Drahtseilakte oder Trapezkünste bewegte man sich. Auch das Kaninchen aus dem Hut des Zauberers fehlte. Es gab keine Überraschungen, keine Höhepunkte, die einem den Atem hätten stocken lassen. Die Darbietungen waren bekannt: lediglich der überhitzte Wohnraummarkt diente als brennender Reifen, zaghafte Forderungen nach besserer Unterstützung der Vereine, die vorsichtige Frage nach den Finanzen verschwand eher in der Pantomime.

Aber die abgetretenen Clowns der Vergangenheit zeigten sich mit der komischen Nummer des einheimischen Modells bei der Wiese Mooser Weg unermüdlich: man habe damals nicht gegen geltendes EU-Recht verstoßen, das seien Fake-News gewesen! Da stockte einem dann doch der Atem! Wie war das noch? Es wurde damals mit Wohnraum „nur für Langenargener“ geworben. Das entsprach eben nicht dem geltenden EU-Recht. Aber das ist ein Thema für einen rückwärts gerichteten Pausenclown, der das Publikum eher langweilt.

Ja, und die neuen Kandidaten in der Manege? Denen wurde leider die  Show durch die alternden Clowns gestohlen, manch ein Kandidat verließ vor Ende der Vorstellung die Manege auf ein Bier im Vorraum!

Damit schloss sich der Vorhang und am Sonntag sind wir WählerInnen dann die Zirkusfamilie in der Manege.