Befremden im Fremdenverkehr

Die schnelle Nummer bei der Ausschreibung der Stelle des Leiters der TI hat offensichtlich die zuvor durchgeführte Befragung der Vermieter nicht berücksichtigt. Es scheint eher eine pro forma-Anfrage gewesen zu sein. So sollten die PartnerInnen vor Ort in den Auswahlprozess eingebunden werden. Ziel sollte es ebenso sein, das Amt in „gute Hände“ zu legen. Dazu gab es ein von einer externen Recruiting-Firma erstelltes Anforderungsprofil, das sich nun in der „Turbo-Stellenanzeige“ vom letzten Wochenende wiederfindet. Es sieht nicht so aus als seien die Anregungen aus der Gruppe der VermieterInnen berücksichtigt worden. Vielmehr handelt es sich um den Verfremdungseffekt bei einem scheinbar durchgeführten Beteiligungsprozess.
Darüber kann auch ein endlich eröffnetes Bad für die wassersüchtige Badegesellschaft nicht hinwegtäuschen. Die in der Schwäbischen Zeitung von heute zitierten 300.000€ für den Umbau ohne das geplante Kleinkinderbecken und der wehmütige Gedanke an die schattenspendenden Bäume treiben einem eher die Schweißperlen auf die Stirn. Brot und eingeschränkte Wasserspiele, da nützt auch das Bad der Verantwortlichen in der Menge nichts. Nachbargemeinden haben auch schöne Bäder!

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Ergänzung:

Bericht  aus dem Gemeinderat vom 9. April 2019 TOP 7, Sanierung er  Außenanlagen im Strandbad  Langenargen: „….es werden die Tiefbauarbeiten im Strandbad …Bauabschnitt 1 (BA1) mit 141.103,08€ und  BA2 mit 56.555,00€ vergeben.“ Auch  heißt es dort, dass 70.508,00€ für  Metallarbeiten vergeben werden. Weiter unten  dann zur Ablehnung der Verschiebung der  Baumaßnahmen auf  den Herbst  „…….Alternativ hätte flächig Rollrasen verlegt werden müssen, was zu  erheblichen Mehrkosten geführt hätte.“ 

Den zu Mehrkosten führenden Rollrasen gibt es jetzt doch und nach der Saison seien laut  Schwäbischer Zeitung  von heute weitere Baumaßnahmen geplant! Vielleicht hat ja dann der neue Gemeinderat endlich Entscheidungsbefugnis und sorgt dafür, dass  es nur bei Planspielen bleibt!