Jungbäuerliche Graswurzelbewegung

Grüne Kreuze wie Pilze

So schießen sie aus dem Boden! Bei der täglichen Gassi-Runde mit dem Hund bemerkt man diese wundersame Vermehrung. Und ehrlich gesagt, die Gassigängerin mit dem Redaktionshund neigt sehr schnell zum Kopfkino und assoziiert leider nichts Schönes: In der Menge denkt sie an Massengräber und aufgestellte Kreuz nach Verkehrsunfällen am Wegesrand!

Wenn man ein wenig forscht, findet man unter  dem  Stichwort „Grüne  Kreuze“ z.B eine  Agrar-Zeitschrift, die die Bauern über  die Aktion informiert. Offensichtlich sollen die Kreuze nicht nur in BW auf den Protest  gegen das Volksbegehren „ Rettet  die Bienen“ hinweisen, sondern  bundesweit auf die schwierige Situation der Bauern im Zusammenhang mit dem Agrarpaket der Bundesregierung aufmerksam machen. Anbei ein  Beitrag von Peter Groß auf SatireSenf, der dort  den Aspekt Tourismus und grüne Kreuze beleuchtet.

Kopfkino Gräberfeld und vergifteter Urlaub auf einem  Bodenseebauernhof ist wahrlich marketingtechnisch eine Katastrophe! Übrigens, der Redaktionshund ist alt und blind, er sieht die Kreuze nicht. Gott sei Dank!

  1. Guten Abend, Frau Krieg. Wenn es um die Landwirte geht (Gewerbetreibende), wird wegen der Rettung der Bienen ein riesen Hype gemacht. Wenn diese Gewerbetreibenden, egal ob in Langenargen, Eriskirch oder Kressbronn wirklich an der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung ein Interesse haben, fehlt es an Taten. Die Fortschreibung des Flächennutzungsplans und des Regionalplans will weiter Flächen versiegeln, Schutzgebiete wie Regionale Grünzüge, Landschaftsschutzgebiete, FFH-Gebiete und geschützte Biotope weiter einschränken. Dies aber auch zu Lasten der Gewerbetreibenden (Landwirte). Wo bleben da die unchristlichen grünen Kreuze oder ein kommunales Engagement? Beispiel Kressbronn: Die kulturhistorische Flachwasserzone soll mit Tausenden Tonnen Steinen zugeschüttet werden, damit Leute mit flachen Absätzen ca. 350 m direkt am Wasser gehen können. Die als Hochwasserrisikogebiete festgelegten Flächen der ehemaligen Bodanwerft wurden bereits entgegen der Festsetzungen des Landesentwicklungsplans 2002 mit überteuerten Wohnungen bebaut, die die Wohnraumsituation im Gemeindeverwaltungsverband dramatisch verändert haben. Da soll am Seeufer ein nicht notwendiges und abgehobenes Motorworld-Hotel gebaut werden, das in der Region ca. 5 Millionen zusätzlichen Kilometer Fahrverkehr je Jahr erzeugen wird. In Kressbronn soll weiter mit den Stimmen der Landwirte Palmöl verbrannt werden, was zum Landwirtesterben in Malaysia, Indonesion u.a. Ländern führt. Das ist wenig kollegial und dem Berufsstand der Landwirte nicht förderlich (unglaubwürdig). Sind das die neuzeitlichen Täter bei der Klimaverschmutzung? Wo bleibt deren Engagement für den Natur-und Klimaschutz? Warum gehen sie nicht gegen die machtbesessenen Bürgermeister und Fraktionen von CDU und BWW und Freie Wählervereinigungen vor? Sie schimpfen über die Landespolitik, die aber gegen die Planungshoheit der Gemeinden, die gewissenlos agieren, bis jetzt noch nicht viel machen kann ( da 60 Jahre CDU nicht in wenigen Jahren verändert werden können). Lebt es sich bei den Gewerbetreibenden (Landwirten) doch selbst gut mit vielen Häusern, CO²-belastenden Fahrzeugen, umfangreichem Maschinenparkt, Tonnen Spritzittel,landwirtschaftlichen Gebäuden und gewaltigen Länderreien und der Gewissheit, dass es einem selbst gut geht. Der Rest soll schauen, wo er bleibt? (Die Berufsfischer am See haben da wirklich ein Problem, die Landwirte aber nicht).
    Das ist von den Landwirten aber nicht nur zu kurz, sondern sehr gefährlich gedacht. Global leben wir alle auf nur einer Erde. Die gibt es nicht zweimal. Ich hoffe, die Marktschreier denken über die eigene Verantwortung auch mal nach.
    Hans Steitz
    Kressbronn

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