Nicht anonym


Aber geschützt

AGORA hat einen anonymen Brief in ihrem Briefkasten gefunden. Es kommen häufig Mails von Absendern, deren Adressen der Redaktion unbekannt sind. AGORA hatte bereits hier dazu aufgeklärt.

Der aktuelle Brief ohne Absender beinhaltet eine vierseitige kleine „Zeitung“, die sich im Layout an das Amtsblatt Monfortboten (MoBo) anlehnt und durchaus kreativ einen fiktiven kritischen Dialog zwischen „Büttel“ und „Glonke“ abdruckt. Sie unterhalten sich launisch über Verwaltung und Bürgermeister. Das Werk muss schon älter sein, da Namen von Personen fallen, die es schon länger in bestimmten Funktionen nicht mehr gibt. Die Themen, die die beiden auf Schwäbisch besprechen, sind jedoch durchaus noch aktuell und wären es wert, veröffentlicht zu werden. 

Die  Redaktion stellt hiermit erneut fest, dass die anonymisierte Form der Meinungsäußerung hinter vorgehaltener Hand unabhängig von den rechtlichen Konsequenzen für die presserechtlich Verantwortliche nicht dem Verständnis der Redaktion von Offenheit und Transparenz im Ort entspricht. AGORA ist angetreten für Meinungsbildung. Diese Art der Kommunikation führt zur Meinungsbegrenzung. Kommunikation in LA ist nicht leicht, besonders wenn die Bürgerschaft kaum Äußerungsorte hat. Dafür hat AGORA Verständnis. Die mangelhafte Diskussionskultur in LA hat AGORA erst entstehen lassen. Deshalb bietet dieser Blog immer gerne Bürgern, die nicht namentlich erwähnt werden wollen, folgende Möglichkeit an: Der Name wird nicht genannt mit dem Hinweis “ Name ist der Redaktion bekannt“ Beiträge zu veröffentlichen. Aber AGORA muss den Autor kennen.

Die  Redaktion mit rheinischen Wurzeln hat hier in ihrer neuen Heimat ein schwäbisches Wort gelernt  „hälenga“ für „im Verborgenen, heimlich“. Im Rheinland heißt es „hingeröm. Das ist in beiden Dialekten ein negatives Wort und entspricht nicht der Haltung, die ein offener Diskurs verlangt.

Wenn es Kritik an Politik und Verwaltung gibt, dann bitte, liebe Langenargener, nennen Sie der Redaktion gegenüber Ross und Reiter! Anonymität ist zum Schutz der Quelle bei brisanten Themen immer wichtig, aber die Redaktion muss die Quelle, die sie schützt, kennen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!