Das Campfire

Funkenschläge: Lust auf Lokal

Es heißt, dass Katzen sieben Leben haben. Es ist nicht leicht mit nur einem Leben die vielfältigen Themen beim Campfire in Düsseldorf abzudecken. Aber AGORA-LA ist eben keine Katze. Daher sei hier ein wichtiges Thema herausgegriffen.

Foto: pixabay

Ein Thema, das AGORA-LA seit Beginn von der Gründung an umtreibt, ist die lokale Berichterstattung, die dem Community-Journalismus folgt. Der Journalismus von heute ist komplexer, umfassender und ganz wichtig: Er sucht idealerweise den Dialog mit der Community. Dazu gehört auch, dass die Community Anregungen liefert, die wiederum dann zu Themen der Berichterstattung werden. Sie schießen inzischen wie Pilze aus dem medialen Boden. Einige Beispiele: Rums in Münster, Krautreporter aus Berlin, Viernull aus Düsseldorf, Riffreporter aus Bremen, das Bürgerportal GL aus Bergisch Gladbach, das als Unternehmen teilweise mit Werbung arbeitet. Oder die Relevanzreporter aus Nürnberg. Bei uns gibt es in Übersee KARLA aus Konstanz. Sie etablieren sich gerade in ihren neuen Räumen und gehen nach einem grandiosen Crowdfunding im Herbst an den Start. Und last not least natürlich CORRECTIV, die nun schon über 80 Mitarbeiter haben und wichtige Recherchen mit anderen großen Medien durchgeführt haben, aber auch mit CORRECTIV.lokal ein ein großes lokales Netzwerk geflochten haben, um nationale Themen mit denen, die vor Ort wichtig sind, zu verbinden. Allen gemeinsam ist, dass sie neue Formen des Journalismus suchen. 

Jemand fehlt, meinen Sie? Ja, stimmt AGORA-LA. Auch diese Seite wächst und gedeiht, so dass die ursprünglich zarte Pflanze mit ihren Blättern einem oftmals über den Kopf zu wachsen scheint. Deshalb müssen auf Dauer auch bei uns neue Formen gefunden werden. AGORA-LA wäre dankbar für Rückmeldungen auf Fragestellungen, die die Communitiy betreffen. Diese Form des Journalismus bedient nämlich mehr als die altbekannten Senderfunktion an passive Empfänger. Sie sucht vielmehr den Dialog mit den NutzerInnen. Davon lebt sie, sucht die Öffentlichkeit, zeigt Lösungen auf, schaut hinter die Kulissen und will aufklären.

Es geht natürlich auch um Knete, Abos, Mitarbeit aus der Lesergemeinschaft und, und, und. . . AGORA-LA hat nicht nur LeserInnen aus Langenargen. Inzwischen gibt es eine gute Vernetzung über die Grenzen des Ortes hinaus. Auch Spenden, um die Seite zu verbessern oder Medienanwälte erfolgreich zu beauftragen, weil jemand aus der ehemaligen sog. B- Prominenz in LA versucht, AGORA-LA zu zwingen, Artikel aus der Vergangenheit zu löschen. . .

Es ist wichtig das LeserInnenverhalten zu betrachten: Welche Themen ziehen besonders gut? In LA sind es natürlich die Themen, die direkt die Kommunalpolitik betreffen. Aber auch Aspekte der „großen Politik“, die das Leben vor Ort beeinflussen. Dabei zählen nicht nur die Aufrufe der Beiträge, sondern auch die Verweildauer auf der Seite. Die lässt sich natürlich nicht genau bestimmen. Große Medien können das inzwischen.

Lange Rede kurzer Sinn. Es hat gut getan in Düsseldorf zu sehen, dass es noch viele andere kleine und große Journalistennester gibt, deren Kücken flügge werden, die Neues probieren und damit erfolgreich sind. Der Lokaljournalismus ist nicht tot. Er lebt und wird gebraucht!

An dieser Stelle:

Vielen Dank, meine lieben LeserInnen für die Unterstützung und die vielen netten Rückmeldungen, die immer wieder ankommen!

AGORA-LA wird eine Anregung aus Düsseldorf aufnehmen, um noch mehr direkt in Kontakt mit der Community zu treten. Immer donnerstags sitzt die Redaktion am Pendel am Marktplatz und nimmt Ihre Anregungen und Ideen gerne entgegen. Bei Regen mit Schirm, bei Schnee gut verpackt mit einem Heißgetränk. . . eigentlich sitze ich dort bereits seit Corona immer. Übrigens einige andere BürgerInnen auch.

Spenden gerne auf das folgende Konto: DE807601 0085 0975 1838 52, Postbank, Stichwort AGORA-LA

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