Wetterwechsel pünktlich zu den Bank-Gesprächen

Zahlreiche BürgerInnen nahmen gestern Abend auf den Bänken der Offenen Grünen Liste Platz. Der Regen hatte sich verzogen, die Sonne zeigte sich auf der Promenade, aber es gab gerade auf der schattigen Bank an der kleinen Turnhalle viel „Laufkundschaft“. Ausgangsthema der spontan geführten Gespräche war zunächst der ungewöhnliche Ort mit Blick auf den Stromverteilerkasten. So entwickelten sich Gesprächsthemen, die die Gestaltung des Ortes betreffen. Der Parkplatz an der kleinen Turnhalle zeige symptomatisch, dass es kein Leitbild für die Ortsentwicklung gebe. Das Gespür für ein Gesamtkonzept fehle. Einige BürgerInnen nahmen diese Konzeptlosigkeit in vielen Bereichen wahr. So fehle beispielsweise auch im Bereich Tourismus eine Perspektive.

Wieder andere plädierten für ein Innehalten in der Verwaltung, um gemeinsam mit der Bürgerschaft neue Ideen für alle Bereiche zu entwickeln:  eine „Reset-Taste“ sozusagen, um „input“ zu bekommen.

Insgesamt hielten  die Vorbeieilenden gerne inne, hörten zu, gaben Impulse und  regten die Bank-Gespräche als  feste Institution für die Zukunft  an.

Sozusagen als Wetterradar mit Sturmwarnlampen vor Ort!

Save the date: heute 18-19 Uhr

Heute Abend wird es nicht regnen, daher auf zu den Bank-Gesprächen der Offenen Grünen Liste!

Die Kandidaten werden auf den Bänken an der kleinen Turnhalle und an der Uferpromenade sitzen. Zu erkenn sind sie an den grünen Ansteckern

Wetterbericht

Zum SZ -Artikel vom 22.5.2019 : Die Großwetterlage  ist klar 

Nein, Frau Poimer, die Wetterlage ändert sich.  So wie sich das ortsfeste Regengebiet im Moment über dem Ort hält, sollte es nicht bleiben. 

Es ändert sich der Luftdruck, das Barometer steigt in Richtung fraktionsübergreifende Lösungen jenseits der  bisherigen Koalitionen. Mehrheiten, die nicht allein die Beschlussvorschläge der Gemeindeverwaltung absegnen. Mehrheiten, die sich dem Zeitdruck bei Entscheidungen widersetzen, die den Gemeinderat als oberstes Kontrollorgan der Verwaltung verstehen, die ein Mitspracherecht der Bürgerschaft auch außerhalb von Wahlkämpfen als selbstverständlich akzeptieren. 

Das Personal ändert sich schon allein durch die neuen Gesichter im Kreis der Kandidaten in allen Fraktionen. Das birgt Chancen auf eine neue Gesprächskultur. Das könnte Licht am Horizont bedeuten. Die  Fähnchen je nach  Windrichtung  zu drehen wird die  Großwetterlage  eher nicht beeinflussen. Dafür braucht es neue Kommunikationsstrategien, die die alten Gemeinderäte der bürgerlichen Lager längst hätten entwickeln können. Jetzt mit der Forderung nach Transparenz und Beteiligung im Wahlkampf punkten zu wollen, wirkt doch eher wie ein schlaffer Windsack. 

Da wirkt auch der Vorschlag des wetterwendischen Fraktionsvorsitzenden der FWV, eine Stelle für Öffentlichkeitsarbeit zu schaffen, eher wie ein zaghaftes Manöver in letzter Minute vor aufkommendem Sturm. 

Ob sich die Großwetterlage ändert, hängt von uns ab, den WählerInnen.  Wir sind die Steuermänner und Frauen, die den Blick Richtung Himmel richten und die Wetterlage mit den entsprechenden Kreuzchen tatsächlich beeinflussen können. Das ist so klar , dafür  braucht  man noch nicht einmal einen  Kompass!

Dialog in Langenargen

 Jan Bernard Balet und die Dauerausstellung im Museum Langenargen

Es gibt wieder einmal eine bemerkenswerte Ausstellung im Museum Langenargen: Jan Bernard Balet, der Maler und Illustrator, der mit drei Jahren zu seinen Großeltern nach  Langenargen zog. Die Hängung im  Dialog  mit den Bildern der  Dauerausstellung zeigt  die  Bilder Balets beispielsweise  zusammen  mit  denen von Hans  Purrmann, der die  künstlerischen Neigungen Jan Bernard Balets  förderte. Die berühmten Verwandten Balets, Maria Casper-Filser und  Carl Casper, sind  ebenso  vertreten. Auch deren Bilder aus der  Dauerausstellung ermöglichen einen  Dialog mit den  Bildern Balets in der aktuellen Sommerausstellung. 

Seine Jugend verbrachte Balet übrigens in der Villa direkt am Mühlbach in der Oberen Seestraße.

Langenragen hat mit dem Museum einen Schatz, den es zu bewahren, aber auch im Rahmen des Tourismus besser zu vermarkten gilt. Die Malerecke hat ihren Namen nicht umsonst! Langenargen sollte seinen Malern mehr Raum mit Hinweisen im Ort geben. Das Kunstthema sollte bei der Leitbildidee für den Ort unbedingt berücksichtigt werden.

Und  … Dialog  nicht nur bei der Hängung  von Bildern täte uns  allen gut!

http://museum-langenargen.de/wb2/index.php

Gastbeitrag zur Gemeinderatswahl

von Patricia Jocham

Interessant ist, dass das Thema Transparenz und die Bereitschaft dem Mitbürger ein Ohr zu leihen bei CDU und bei FWV plötzlich großgeschrieben wird. Haben beide Parteien doch 5 Jahre Zeit und genug Stimmen im Gemeinderat gehabt, um genau diese Vorhaben umzusetzen.

Was ist passiert? 

Leider viel zu wenig. 

Stattdessen ärgerten sich manche Gemeinderäte von CDU und FWV über „einzelne“ Mitbürger und ein Internet -Forum, welche ihrer Meinung nach für schlechte Stimmung sorgen. Anstatt sich mal an der Nase zu fassen, ernsthaft und aktiv zuzuhören und sich auf gemeinsame Gespräche einzulassen, wurde ausführlich in diversen Gemeinderatsitzungen persönlich gekränkt lamentiert, beleidigt, die scheinbar zugefügten Wunden geleckt und leider nicht verstanden, dass es hier um die Entwicklung unseres „Städtle“ und nicht um die eigene Persönlichkeit geht.  

Wer mit solchen Befindlichkeiten im Gemeinderat sitzt, ist meiner Meinung nach am falschen Ort. 

Hier braucht es Menschen, die bereit sind Meinungsunterschiede auszuhalten und sich in einer Auseinandersetzung zum Wohle eines bestmöglichen Ergebnisses zu gelangen nicht zu schade sind. 

Jetzt aber einen Wahlkampf zu betreiben, der Dinge verspricht, die genau von diesen Parteien nicht erbracht wurden, ist schon dreist.

Dieser bürgernahe Aktionismus erscheint mir wenig glaubwürdig. 

„Wer ein weiter so“ will muss also genau die beiden Parteien unterstützen. Wem es zu wenig ist, der ist mit der Offenen Grünen Liste gut beraten.

Bürgernah wäre es unter anderem auch ,wieder Leserbriefe, die selbstverständlich auch kritisch sein dürfen, im Montfortboten zuzulassen.

https://www.forum-langenargen.de/Wahlen_2019_2020/

Bank-Gespräche am Mittwoch 22.Mai

18-19Uhr


Mit.Einander. Reden

Was sich eher anhört wie eine Vermögensberatung, soll ein Treffen der Kandidaten der offenen Grünen Liste zum Gespräch auf ausgewählten Bänken an der Uferpromenade und am Parkplatz am Mühlenladen sein.
Zu erkennen sind die Kandidaten an den grünen Ansteckern .

Manege frei!

Der öffentliche Diskurs erlebt im Moment in Langargen eine Sternstunde! Unter dem Zwang der anstehenden Wahlen bringen sich die Parteien und Wählervereinigungen des kommunalen Zirkus in Stellung. 

Der Vorhang hat sich geöffnet, das Orchester spielt, sie treten auf, die Artistengruppen der Demokratie. Die eine ergeht sich in Ausflügen in die Vergangenheit 100- jähriger Geschichte im Gemeinderat, fabriziert Kunststückchen mit Sprüngen von Fraktion zu Fraktion, gibt sich fast unsichtbar, durchsichtig vor lauter Transparenzansprüchen, wollen aber bestimmen.

Andere beziehen ihr Publikum ein, wagen gefährliche Hochseilakte wie Bürgerdialoge und Expertenvorträge um den Applaus der Zuschauer zu bekommen. Keine Angst, es ist ein Netz gespannt. Wieder andere sind fast unsichtbar als uniformierte Zirkuspagen, lassen noch auf die eine oder andere rote soziale Darbietung warten, stehen eher unscheinbar am Rande der Manege, um den waghalsigsten Artisten Hilfestellung zu geben. „Nur Mut!“, mag man denken! Auch sie sind wichtig.

Manch eine Gruppe war bisher kaum zu bewundern, hat vielleicht das Zeichen zum Auftritt verpasst oder wird vom Zauberer als weißes Kaninchen aus dem Kandidaten- Hut gezaubert.

Auch fehlen noch die Clowns!  Man möchte doch auch lachen im Zirkus. 

Und der Zirkusdirektor? Nein, es ist nicht der, den Sie vermuten.

Das sind wir, die Öffentlichkeit, die den Vorhang  endlich für all diese  Kunststückchen geöffnet hat. Wir machen die Ansage zu den Diskussionsdarbietungen, die die Artisten bis über die Wahlen hinaus mit uns gemeinsam gestalten sollen. Der Zirkus ist  noch fast eine Woche im Ort. Vielleicht gibt’s noch vor dem  Finale Konfetti und den Tusch des Orchesters!  Die Vorfreude ist  ja die beste Freude.

Oder ist es eher ein Flohzirkus ?

Der Blick für das Ganze

Die Kandidatenvorstellung der Offenen Grünen Liste im Münzhof war gut besucht und nahm die BesucherInnen mit auf einen Gang durch das „Städtle“. 

Der ehemalige Stadtbaumeister von Wangen Herr Weiß zeigte als früherer Fachpreisrichter eines Städtebauwettbewerbes in Langenargen in seinem Vortrag den WählerInnen Visionen einer Stadtentwicklung auf, die die Offene Grüne Liste in ihren Vorhaben bestärken dürften. Das offene grüne Miteinander der Wahlplakate findet sich bei Herrn Weiß in der Idee des Gemeinwohls wieder. Städtebau sei nur denkbar mit Beteiligung einer Bürgerschaft, die mitbestimmt, wohin die Reise gehen soll. Langfristige Planung unter Berücksichtigung der Wünsche aller, die eine behutsame Entwicklung des „Städtle“ ermöglichen. Behutsamkeit, die bei der Entscheidung beispielsweise zum Umbau der Terrasse beim Hotel Seevital gefehlt haben dürfte. Hier hätte bereits zu einem früheren Zeitpunkt das Zauberwort Veränderungssperre ins Spiel kommen können.

Der Uferbereich und der Marktplatz in Langenargen seien Alleinstellungsmerkmale, die es zu schützen gelte. Sie trügen zur Imagebildung des Ortes bei. Daher sei die Einberufung eines Gestaltungsbeirates sicher wünschenswert.

Die an den Vortrag anschließenden Fragen an die Kandidaten zeigten, dass diese Baumaßnahme am Ufer symptomatisch für das Handeln der Verwaltung ist. Man fühlt sich übergangen und beklagt die mangelnde Wahrnehmung der BürgerInnen. Dieses Empfinden zieht sich durch fast alle Fragen an die Kandidaten, die immer wieder bekräftigten, man wolle für mehr Transparenz und Beteiligung sorgen. Manche Antworten zu den konkreten Themen wie Tourismus und Wohnraumbeschaffung blieben aus Zeitmangel noch an der Oberfläche.

Aber vielleicht wird die Veränderungssperre, die seit Jahren über dem Gemeinderat liegt, ja aufgehoben. Dafür braucht es neue Köpfe in allen Fraktionen.

Save the date

und es dreht sich weiter:

das Kandidatenkarussell: morgen am 14.5.2019  findet die  Kandidatenvorstellung der Freien Wähler um 19 Uhr im Hotel Engel  in Langenargen statt.

Am 23.5. 2019 :
Probieren geht über Studieren: CDU-Kandidaten zum Kennenlernen und Informieren. Gesprächsrunde beim KommproBier  in Langenargen ab 19 Uhr