Mal was GRÜNES

In der Schwäbischen Zeitung vom 17.Juli 2019 (SZ)   wird über unseren grünen MdL Martin Hahn aus Überlingen berichtet. Er sehe das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ kritisch, heißt es dort. Er selbst erklärt gegenüber der SZ, dass er nicht „die Zielsetzung infrage stellt, sondern lediglich auf Details im Gesetzentwurf hinweisen wolle, die er für problematisch und teilweise kontraproduktiv hält.“  Mehr zur Debatte hier.

Passend zum Thema, wohl demnächst in Tettnang:

Rückmeldung soeben und Korrektur: Unverpackt in Tettnang ist nicht zustande gekommen, beim Crowdfunding gab es zu wenig Startkapital! Wäre das was für LA?

Der andere Blick

mit der neuen Offenen Grünen Liste

Über 30 interessierte Teilnehmer trafen sich am letzten Dienstag zu einem Spaziergang mit dem Landschaftsarchitekten Johann Senner aus  Überlingen beim  DLRG-Haus. Die neue Offene Grüne Liste hatte geladen, einen anderen Blick auf unseren Ort zu werfen.

So machte man sich auf dem ehemaligen Barfuß-Weg durch den kleinen Park, den Herr Senner seiner Zeit angelegt hatte. Spuren davon blieben leider hier nur wenige. Vom ehemaligen Weidentunnel wehen nur noch einige letzte Äste im Wind. Auch der Sinn des Pfades mit seinen unterschiedlichen Oberflächen für Barfüßler ist leider nur noch zu erahnen. Es fehlen Schilder und die nötige Pflege dieses  Pfades. Dafür bleiben die  hohen alten Bäume mit dem ein oder anderen Fledermauskasten. Herr Senner verwies mit Blick auf die Rodungen gegenüber darauf, dass Fledermäuse zwar sehr anpassungsfähig, allerdings in der Orientierung völlig verunsichert seien, wenn mehrere Bäume in großer Fläche  abgeholzt werden. Die Gruppe zog weiter auf der Unteren Seestraße an den alten Villen vorbei in Richtung Strandbad. Herr Senner lenkte unseren Blick zurück, um die Teilnehmer auf den herrlichen Baumbestand in den Villenparks linksseitig zu verweisen. Ein markanter Punkt, ein Kleinod des Ortes, der zu bewahren sei. Auf dem Weg stadteinwärts gelangten wir an den neu angelegten Spielplatz am ehemaligen Seeninstitut. In Gesprächen der Teilnehmer war Verwunderung über die Versiegelung durch die Pflasterung zu  vernehmen. Auch wieder zu viel Steine!

Am Ortseingang die Willkommensinsel, die leider die Sicht von der  Friedrichshafenerstraße auf den See versperrt. Eine wichtige Sichtachse des Ortes wurde unnötigerweise unterbrochen. Vermeidbar!

Auf dem Weg zum Schlossgarten mit seinen alten Bäumen stört den  Kenner der Minigolfplatz. Aber grandios sei der Ausblick vom Eingang des Schlosses auf die Uferpromenade mit ihrer wunderbar  geschwungenen -leider  in manchen Teilen maroden Mauer. …Wäre dort am Ende nicht die neue kolossale Überdachung des Hotels Seevital zu  sehen, warf der ein oder andere Teilnehmer ein.

In Richtung Wasserspiele am Ufer fiel natürlich das neue  Toilettenhaus als Fremdkörper auf. Auch hier wurde wieder die  Sichtachse des Ortes unterbrochen. Der ungetrübte Blick auf den See vom Metzlereck kommend ist verstellt. Schade! Die dort installierten Bänke  im Halbrund bieten einen wenig einladenden Blick  auf die Toilettenanlagen. Versiegelung, zu viel Asphalt und Pflaster. Alles in allem zu viel Flickwerk und Stückwerk, kein Gesamtkonzept. Wer gelungene offene Sichtachsen wahrnehmen will, kann den Uferpark in Kressbronn genießen. Dort schreitet man wie durch einen Bilderrahmen und fällt sozusagen aus dem Bild in Richtung See. Der Bildergalerist war damals Herr Senner.

Insgesamt ein anregender Spaziergang, der den weiten Blick für die Besonderheiten des Ortes schulte!