Doch kein Sommerloch in LA

Eröffnung des Bürgermeister-Wahlkampfes auf facebook

Eigentlich hatte man ja in LA den facebook-Account des BM Achim Krafft fast vergessen. Seit Jahren, genau seit 2012 unmittelbar nach seiner Wahl, wurde er nicht mehr gefüttert.

Und siehe da: Seit einiger Zeit (neue Einträge seit Juni 2019) bekommt er wieder Nahrung. Schön mit Grüßen aus den Kochtöpfen der Küche des Gasthauses „Wohlmeinende Presse“ angereichert. A. Heinrich hat mit Bildern abgeschmeckt. Da ist man ja als Bürger*in schon erstaunt, wie kommunikativ der BM doch sein kann, hüllt sich doch sein Büro bei Nachfragen eher in Schweigen und versinkt im schweren Dunst der Kochschule Rathaus. Leider fehlt seit Jahren das Salz in der Suppe: der kritische Diskurs mit den Bürger*innen. Schauen Sie mal rein, der Account ist frei zugänglich!

Vergessene Mitbürger*innen?

Sie erinnern sich an das Kinderbuch von Michael Ende „Jim Knopf und Lukas  der Lokomotivführer?“ Es zeigte bereits im Jahr 1960 sehr anschaulich die Fürsorge für den Neuankömmling auf der Insel Lummerland. AGORA berichtete.

Das Foto, das ich zuvor bereits auf AGORA-LA verwendet habe, wird in nächster Zeit die Beiträge zum Thema Asyl in unserer Gemeinde begleiten. Es wird immer dort auftauchen, wo man genauer hinschauen sollte, wenn es darum geht, die Menschen wahrzunehmen, die teilweise seit fünf Jahren unter uns leben. Die Leser*innen werden meine Person als Schreiberin dieser Texte direkt in der ich-Form wahrnehmen, weil ich seit fünf Jahren immer noch einer Familie helfe, sämtliche Hürden der Bürokratie zu überwinden. Ich bin mit meinen Berichten zu diesem Thema auf AGORA also direkt betroffen. Und mit mir noch einige wenige Ehrenamtliche, die vom ehemaligen Helferkreis übrig geblieben sind. Deshalb wird es natürlich immer ein Beitrag aus dem Blickwinkel der Betroffenheit sein. Ich hoffe jedoch, dass man auf diese Weise ins Gespräch kommt und freue mich auf Rückmeldungen! Gerade nach den Tagen in Lindau sollte man in der Gemeinde auch seitens der beiden Kirchen mehr Gesicht zeigen. Der geplante Städle-Tag im September in LA böte dazu eine gute Gelegenheit. . . .

Es gibt seit einiger Zeit ein neues, altes Haus in der Unteren Seestraße, das zunächst als sogenannte Erstunterkunft direkt dem Landratsamt unterstellt war. Von dort wurden die Bewohner von dem Besuchsdienst der Sozialarbeiter betreut. Nun ist das Schild, das auf das Landratsamt (LRA) verwies, verschwunden. Auf Nachfrage beim LRA wurde bestätigt, dass das Haus mit seinen Bewohner nun als Anschlussunterkunft der Gemeinde LA in die Betreuung gegeben wurde. Die Gemeinde LA hat innerhalb des Gemeinde-Verwaltungsverbandes (GVV)eine Reihe von Anschlussunterkünften, in denen inzwischen Geflüchtete wohnen, die noch im Asylverfahren stecken oder ein Bleiberecht haben. Die Räumlichkeiten wurden teilweise von der Gemeinde angemietet und gelten als Obdachlosenunterkünfte. Dieses Haus und weiteres Haus, das der Gemeinde für Geflüchteten über eine wohltätigen Erblasser zur Verfügung gestellt wurde, sind noch nicht im Verzeichnis der Obdachlosenunterkünfte von LA zu finden.Die Rechte der in Obdachlosenunterkünften lebenden Bewohner sind beschränkt und unterliegen dem Polizeirecht. Die Miete wird anteilig vom Sozialamt oder komplett von den Bewohnern übernommen, wenn sie in Arbeit sind. Dies ist erfreulicherweise häufig der Fall!

Zufällig bekam ich Kontakt zu einigen Bewohnern in der Unteren Seestraße. Sie lobten die Arbeit, die zuvor die Betreuung durch das LRA geleistet hatte. Seit die Bewohner*innen über  die Gemeinde  Langenargen betreut würden, fühlten sie sich jedoch verlassen und kaum durch die einheimische Bevölkerung wahrgenommen. Um nähere Informationen auch zu anderen geflüchteten Menschen und Einheimischen zu bekommen, hätte man gerne regelmäßige Treffen.  Auch in weiteren Gesprächen mit anderen geflüchteten Mitbürger*innen in LA wurde immer wieder der Wunsch geäußert, sich gemeinsam  mit uns Einheimischen sich zu treffen. 

Natürlich wäre dies weiterhin mit  ehrenamtlichem Engagement verbunde. Die Alltagsarbeit  im Kampf mit der  Bürokratie jedoch lässt einen nach  fünf  Jahren Ehrenamt schon verzweifeln . Ja, es hat sogar manchmal den Anschein, man störe als ehrenamtliche Helfer eher die bürokratischen Kreise. Man fühlt sich lästig.  Der Datenschutz wird gerne Stoppschild benutzt. Aber das ist eine Geschichte für weitere Beiträge an dieser Stelle in der Zukunft!

Integration bedeutet mehr als nur Formulare auszufüllen, Nebenkostenabrechnungen von der Gemeindekasse zu kontrollieren, Anträge zu schreiben oder Mülltrennung  und Kehrwoche in Deutschland  zu  trainieren!  Dazu gehört  auch nicht unbedingt vorrangig die  Besichtigung  der örtlichen Kläranlage mit  anschließendem Zertifikat!

Das Integrationsmanagement der Gemeinde hat wichtigere  Aufgaben und gehört  wiederum zum GVV. Der  Aufgabenbeschreibung nach soll es die Verbindung zu  Helfern, Geflüchteten  und Kommune  bilden. Seitens dieses Sachgebietes  Integration  hört man zu wenig. Wenn dort vielleicht wegen Arbeitsüberlastung mehr Hilfe (mehr  Personal, bessere Arbeitsbedingungen) benötigt wird, so sollte  man diesen  Hilfeschrei deutlich hören. So ist bekannt, dass die Fluktuation der Mitarbeiterin diesem Arbeitsplatz der Gemeinde hoch ist. Schaut man dieser Stelle weg, wird es nur schwer eine kontinuierliche Betreuung geben und der gute Wille der Ehrenamtlichen ausgenutzt. Auch der neue Gemeinderat sollte sich mit den Belangen der Neubürger beschäftigen, sonst schaffen wir das nicht!

Abschied von Lindau – was bleibt?

Das große Abschiedskonvent mit vielen Darbietungen der einzelnen Arbeitsgruppen und der Installierung der neuen Generalsekretärin Frau Prof.Dr. Azza Karam stand natürlich im Vordergrund des letzten Tages von „Ring for Peace“ in Lindau. Die Amsterdamer Professorin für Religion folgt auf William Vendley, der das Amt seit 1994 innehatte. Margot Käßmann, frühere Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, wird die deutsche Vertreterin im Weltrat von „Religions for Peace.“ Weitere Informationen zur Abschlussdeklaration findet man hier.

Aber die bleibenden Erinnerungs-Splitter am Rande des offiziellen Programms seien im Folgenden beschrieben:

Es war z.B. das Gespräch mit dem Vertreter des indigenen Volkes der Algonquin-Nation aus Kanada, der seine Heimat in den Tiefen der Wälder irgendwo zwischen Québec und Montreal beschrieb. Er hat Angst um diese Wälder, weil sie zusätzlich zu den übrigen Klimaschädigungen durch den Kupferabbau in den dortigen Minen gefährdet seien. . .

Oder die Erzählungen aus Nigeria, wo an Sonntagen die Muslime die Gotteshäuser der Christen bewachen, während die Christen freitags vor den Moscheen Dienst tun, um sich gegenseitig vor Übergriffen zu schützen. Sie setzen die Idee von „Ring for Peace“ um, indem sie eine Allianz der Fürsorge mit gemeinsamen Aktionen („alliance of care with common actions“) bilden, einen menschlichen Schutzring.

Übrigens: Die Beleuchtung der wunderbaren Inselhalle erinnerte immer irgendwie an Heiligenscheine.

Entscheidend aber für das Gelingen der Konferenz waren in all diesen Tagen die vielen spontanen Gespräche an der Kaffeemaschine, beim Mittagessen oder vor der Halle in den Pausen auf der Agora. Mit dem Rabbi, der zwischen Hauptgang und Dessert mal eben aus der Thora zitierte, auf seinen Freigeist hinwies und der spontan zur abendlichen Shabbat- Feier auf die Terrasse in Bad Schachen einlud. Dort konnte man dann in fröhlich singender Runde auch muslimische Vertreter treffen.

Gegessen wurde gemeinsam, angerichtet für 450 hungrige Münder, koscher, vegan oder ganz anders. Auch das mit Liebe aus der Küche des Hotels angerichtet.

Es wurden Adressen getauscht, es wurde gewunken und sich schließlich verabschiedet. Ab morgen ist Lindau leerer, aber unglaublich mehr erfüllt durch Erinnerungen an Begegnungen mit Menschen, die gemeinsam nicht nur einen lebenden Ring für Frieden um alle Mitmenschen bilden wollen, sondern sich auch ganz konkret politisch einbringen wollen. . .und sie wollen  wieder nach  Lindau kommen.

Vielen Dank an alle, die dieses Treffen ermöglicht haben, vielen Dank auch der Bevölkerung in Lindau!

Zum Schluss die Erklärung zur aktuellen Situation der Brände im Amazonas-Gebiet (direkt fotografiert von der Präsentation)

Last but noch least:

Adressen aus den Pavillons der Agora: Die EinDollarBrille , House of one,

. . . und noch ein Hinweis: die Fotoausstellung in den Friedensräumen in Lindau läuft noch bis zum 1. September 2019!

Spätsommer-Loch?

 

Es ist schon erstaunlich, dass  die Schwäbische  Zeitung heute in ausführlicher Form über den ehemaligen Tourismuschef  Frank Jost in LA berichtet, der Anfang des Jahres nach  Sigmaringen  gewechselt ist und nun  im Oktober nach  Oberstdorf ins Oberallgäu geht. Was macht einen ehemaligen Tourismuschef zu so einer herausragenden Person, dass übe ihn und seine weitere berufliche  Karriere in epischer  Breite berichtet wird? Die Saure – Gurken – Zeit?

Das Tourismusthema in LA ist bekanntermaßen vielschichtig. Es gibt z. B. die Privatvermieter, die keine offiziell gewählte Vertretung haben. Die wurden zwar kurz vor der „Blitz-Stellenausschreibung“ der Tourismusleiter-Stelle angeschrieben, um ihre Meinung abzugeben. Die Stellenausschreibung war übriges am 8. Juni 2019 in der SZ zu lesen und das Ende der Bewerbungsfrist sollte am 23. Juni 2019 sein: genau in den Pfingstferien. Aber wer die Ergebnisse der Meinungsfindung zusammen- und vorgetragen hat, ist den meisten Privatvermietern nicht klar. . .

Dass man diese Zeilen richtig verstehe: es ist Frank Jost alles Gute für seinen weiteren beruflichen Weg zu wünschen. Offensichtlich führt er ihn in ein neues anspruchsvolleres Wirkungsfeld, dagegen wirkt die Touristenwelt in LA eher provinziell.

Es hätte noch weitere  wichtige Themen aus der  Region in dieser Sommerzeit gegeben. Allein in den letzten Wochen bot sich genug Stoff zu ganz anderen Fragestellungen auch aus unserem Ort an. Karin Burger legt sie in ihren jüngsten Artikeln auf SatireSenf dar: (hier) und( hier.)

Willkommen global und kommunal?

Im heutigen Plenum der Veranstaltung in Lindau „Ring for Peace“ sprach unter anderem Dominik Bartsch, Vertreter der hohen UN -Flüchtlingskommission in Deutschland. Unter der Überschrift des heutigen Tages  „Durch Unterstützung von gerechten  und  harmonischen  Gesellschaften das Gemeinwohl  für  alle fördern“ zeigte  er auf, dass  die  Präsenz von  Geflüchteten hier bei uns auf Fehler von unserer Seite zurückgehen und dass mehr für Konflikt – Prävention getan werden  müsste.

Zwei der Vertreter aus Uganda, Sheik Shaban Ramadhan Mubaje, ein muslimischer Vertreter und Grand Mufti des Uganda Muslim Supreme  Council sowie der  Erzbischof von Gulu in Uganda, John Baptist Odama beschrieben sehr anschaulich, wie sie gemeinsam die  täglichen Herausforderungen der Geflüchteten aus dem Kongo und Südsudan bewältigen. Sie stemmen die Aufgabe trotz schlechterer finanzieller Ausstattung des UN-Flüchtlingswerkes. Deren Finanzmittel schrumpfen leider. Das Rezept von Ugandas Flüchtlingsmagement liegt swohl in der engen Zusammenarbeit der Vertreter beider Religionen begründet. Vor allen Dingen die Akzeptanz der  Ankommenden als gleichberechtigte „citizens“ (Mitbürger). Übrigens: Gemeinwohl für alle zu fördern, betrifft jeden Mitbürger*in, egal woher er kommt, z. B. Teilhabe für alle an Bildung. So ging die Botschaft aus dem Untergeschoss der Inselhalle in die Welt:

Wie ist es nun gegenwärtig bei uns?

Dominik Bartsch erinnerte an die vorbildliche Willkommenskultur im Deutschland von 2015, aber musste auch feststellen, dass jetzt eine zunehmende Polarisierung in Deutschland zu beobachten sei. Was hilft? In erster Linie: Geflüchtete einladen, Zeit mit ihnen verbringen und  zuhören, nicht über Geflüchtete reden! Auch waren sie sich einig, dass auf allen Ebenen ein offener Dialog der „Faith-Leaders“ (Glaubensführer) stattfinden müsse.

So einfach ist das. Denkt man, aber genau dieser Dialog fehlt bei uns.

Wer hat denn in LA einmal eine Wohnung mit Geflüchteten besucht? Wer kennt deren Sorgen? Warum schauen wir mit  Gier und Neid auf die  Geflüchteten, die  zum großen Teil  inzwischen arbeiten. Sie verrichten Arbeiten, die niemand sonst zum Mindestlohn machen will  Warum ereifert man sich darüber, dass sie in einem Haus in zweiter Reihe am See wohnen? Hat man jemals mit den Bewohner*innen gesprochen, zugehört?

Und wann gibt es mal wieder ein Zusammentreffen mit allen Mitbürgern? Vielleicht sollten unsere beiden Kirchengemeinden einen Neuanfang wagen? Der ehemalige Asylkreis war ja mal bei der katholischen Kirche angesiedelt! Dass die Neubürger unsichtbar bleiben und wenig Kontakt zu den Einheimischen haben, ist kein Zeichen gelungener Integration.

In Uganda scheint es besser zu klappen. Was sagte  Erzbischof Odama? Wir  haben ein „listening ear“ (ein  zuhörendes Ohr) in Uganda und dafür vielleicht  weniger „greed“ ( Gier). Hinzukommt, dass gerade die ärmeren Länder die Klimaflüchtlinge aufnehmen müssen, deren Lebensgrundlage die westlichen Industrienationen zerstören. Global ist heute auch kommunal. Kommunal kann von Afrika kontinental lernen.

Am Ende des Plenums im „Action Point on the Alliance of Virtue“rief Shaykh Hamza Yusuf, Vizepräsident, Forum for Promotion Peace in Muslim Societies, zu einer Allianz der Tugend auf. Tugenden, die in allen Religionen zu Hause sind: Nächstenliebe, Mitgefühl und Erbarmen.

Twitter-LA

Neues aus dem Strandbad

Die Betreiberfirma PVM meldet : Das Bad bleibt bis Ende der Sommerferien geöffnet, der Dienstplan sei sogar bis zum ersten Wochenende nach Schulbeginn erstellt. Nochmals : die verlängerten Öffnungszeiten freitags und samstags gelten bis Ende August. Die Homepage LA hatte wohl falsche Angeben gemacht! „Was für ein Durcheinander!“, schimpfen die Möwen.

Ab Oktober sei tatsächlich Saunabetrieb geplant, wenn die Technik im Bad mitspielt . „Ich wollte immer mal meine gefiederten Kolleg*innen ohne Federkleid sehen!“ , krächzt es frech aus hoher Luft. “ Ach, die Bedingung mit der Technik führt ja wahrscheinlich dazu, dass wir uns eher warm anziehen müssen. Nicht , dass alles überhitzt und wir auf dem Rost als Grill-Hähnchen enden!“ruft die Naseweise mit der Brille, die immer Ängste hat, aber alles besser weiß.

Ring for peace

Zeremonie

Nach  dem Regentag gestern  wurde  nun erst heute in Lindau der Ring  for  Peace nach einer Prozession vom Tagungsort Inselhalle zum Luitpoldpark eingeweiht. Am Ende der bunten Prozession bildeten die Teilnehmer einen menschlichen Ring, hörten den einzelnen Religionsvertretern zu, um zum Schluss gemeinsam an einer Meditation teilzunehmen.

Die Konstruktion des  Holzringes  aus 36  unterschiedlichen Holzarten entspricht der Mannigfaltigkeit der Religionen. Jeder Teilnehmer bekam zu  Beginn der Feierlichkeit einen  kleinen  Holzanhänger, jeweils aus diesen unterschiedlichen Hölzern.

Gisbert  Baarmann , ein Holzdesigner  aus  Brandenburg hat den Ring entworfen und  mit Ingenieuren aus der  Schweiz gebaut.  So steht  er jetzt für  immer in Lindau. Es gibt kein oben und unten, in der Mathematik nennt man diese Figur das Möbiusband mit seiner“nicht – orientierbaren Mannigfaltigkeit“.

Wie sagte ein Redner bei der Zeremonie: es ist  ein symbolischer  Laufsteg( symbolic catwalk) zu  dem Ring:  eine Einheit für eine Humanität) (one unity for one humanity) Das Blut der Menschen habe bei allen Menschen dieselbe Farbe, so ein Redner aus Kanada mit Federschmuck. Wir alle seien ein Geschenk von Mutter Erde und er rief dann dazu auf, die Schuhe auszuziehen, um diese Erde zu spüren. Denn die Umwelt sei ein stiller Nachbar( a silent neighbour )

Wer nun glaubt, die Veranstaltung ginge kritischen Fragen aus dem Weg, der täuscht sich: hinter den Kulissen treffen in nicht öffentlichen Sitzungen durchaus auch konträre Meinungen der verschieden Religionen auch aus Krisengebieten aufeinander. Religion unter Ausschluss von Politik gibt es hier nicht. So hat „Religions for Peace“(RfP) immer wieder in globalen Krisen vermittelt.

Am heutigen Vormittag stand der Kongress  im Plenum ganz im Zeichen der  Frauen als Friedensschaffende ( Women as Peacemakers).

Die Veranstaltung dauert noch bis Freitag. Ein Besuch lohnt sich, die Vielfältigkeit macht Mut und gibt Anlass, auch in der direkten Umgebung unserer Gemeinde die neuen Mitbürger*innen, die aus den Krisengebieten mitten unter uns leben, besser wahrzunehmen und sie mal wieder einzuladen…..

Zusatz: Wer nicht die Zeit hat , nach Lindau zu fahren, kann die Beiträge über die Seite von Ring for Peace im live stream anschauen

 

Twitter-LA

Die Plattformmöwen zwitschern heute leise im Dauerregen, haben Langeweile und sind unsichtbar. Aber sie haben Post von der Betreiber-Firma PVM bekommen, nachdem es ja neulich Ärger wegen der Öffnungszeiten im Strandbad gegeben hatte. Die Möwen veröffentlichen die Antwort auf die AGORA-Presseanfrage vom 16.8.2019 an PVM. „Die wurde heute von den gefiederten Brieftauben-Kollegen ausgeliefert. Völlig durchnässt, einfach fallengelassen! Unverschämt,“ hört man es schimpfen. „Ach, die trocknen wir unter der Plattform bis morgen, dann scheint die Sonne wieder!“, beruhigt die Naseweise mit der Brille.

Sehr geehrte Frau Krieg,

vielen Dank für Ihre Anregungen. Unsere Antwort hat leider etwas länger gedauert, da im Kontaktformular eine falsche E-Mail-Adresse stand.

Sie haben selbstverständlich Recht, das Freibad hat in den Sommerferien im Juli und August freitags und samstags bis 21 Uhr geöffnet. Unsere Mitarbeiter vor Ort haben sich an der Homepage der Gemeinde orientiert, dort war es falsch veröffentlicht. Es wird aber zeitnah überall berichtigt.

Ich darf Ihnen ebenfalls mitteilen, dass der unfreundliche Mitarbeiter nicht mehr in unserem Unternehmen tätig ist.

Als kleine Ergänzung zu den verlängerten Öffnungszeiten möchte ich hinzufügen, dass im Juli und August am Freitag und Samstag nur bis 21 Uhr geöffnet ist, wenn das Wetter es zulässt. Bei schlechtem Wetter wird das Bad früher schließen.Sollten Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich bitte bei uns.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Sandra Dementje

Ring for Peace in Lindau

In diesen Minuten hat die Konferenz „Ring of Peace“ in Lindau begonnen. Die Veranstaltung wird per Video live-stream übertragen. Gesprochen haben als Gastgeber für Deutschland bereits die beiden Vertreter der christlichen Kirchen in Deutschland: Heinrich Bedford-Strohm als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland sprach von den Gemeinsamkeiten der Religionen und verwies auf die ökumenischen Gottesdienste mit der katholischen Kirche während der Reformationsfeierlichkeiten im Jahr 2017. Sein katholischer „Bruder“ Kardinal Reinhard Marx und Erzbischof von München und Freising sprach danach. Er benannte Religion als „Challenge “ eine Herausforderung“ Religion is not the Problem, it is the solution“ (Religion ist nicht das Problem , sondern die Lösung!) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betonte in seiner Eröffnungsrede, dass verschiedene Religionen in den gemeinsamen Werten einig seien und dass niemals im Namen von Religion Kriege geführt werden sollten. Auch sei Frieden mehr als die Abwesenheit von Krieg.

Er schloss  mit den Worten aus  dem Franz von Assisi  nicht eindeutig zugeschriebenen Gebet :

„Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;“

Zum  Abschied  rief er den  Teilnehmern den  jüdischen Friedensgruß „Shalom“ zu.

Es sei darauf hingewiesen, dass es über die Homepage der Veranstaltung an allen Tagen einen live-stream von den Veranstaltungen im Plenum gibt.