Viel ist nicht unbedingt besser!


In Langenargen sind 2 Gästeumfragen zur Akzeptanz der EBC-Karte im Umlauf.
Eine von der DBT, eine von den privaten Vermietern selbst.
Eine Gästebefragung soll endlich verlässliche Zahlen und Gewissheit über die Wünsche der Gäste bringen. So wurde es in der letzten Gemeinderatssitzung von der Geschäftsführerin der DBT Frau  Stegmann angekündigt. Die  Abstimmung über die  Weiterführung des Kooperationsvertrages fand ja wie wir uns erinnern unter erschwerten Bedingungen statt, da Teile als wichtige Ergänzung der Sitzungsvorlage erst am Tag zuvor an die Gemeinderäte verteilt wurden.
Der Gast wird bei der DBT-Umfage gebeten, den Zettel persönlich bei der TI abzugeben oder per Post an die DBT zu versenden. Dafür müssten die Vermieter jetzt auch noch sorgen!
Letztlich seien es die Vermieter aber, die die Erfassung der Gäste übernehmen, die Kurtaxe einsammeln, Gewerbesteuern, Bettengeld und die DBT finanzieren, während diese munter und großzügig alle anderen Nicht- Pilotgemeinden bewirbt. So ist von erboster Vermieterseite zu  hören, dass auf der“ Echt Bodensee“- Seite der DBT ausschließlich Hotels und Gästehäuser, die HRS-Kunden sind, beworben werden.
Vermieter, die nie gefragt wurden, sollen jetzt Gästeumfragen ausdrucken, ausfüllen lassen, dazu noch Erklärungen abgeben und werden so  für die Marktforschung der DBT eingespannt? – So hört man etliche Vermieter wettern.
Kein Vermieter stehe bei der Gemeinde und schon gar nicht bei der DBT in einem Angestelltenverhältnis! Soweit die Unmutsäußerungen.

Kommentar: 

Dass Umfragen erstellt werden, ist sicher wichtig, diese müssen jedoch mit allen Beteiligten genauestens vorbereitet werden. Auch die gewerblichen sowie die privaten Vermieter, die offensichtlich in LA unterschiedliche Bedürfnisse haben, sollten an einer gemeinsamem Lösung mit der Gemeindeverwaltung arbeiten. Dazu müssen jedoch die Umfragen valide sein und insbesondere die spezifischen Bedürfnisse der Gemeinde LA im Blick haben. Nach einem guten Zusammenspiel zwischen Gemeindeverwaltung und Vermieter sieht das nicht aus. Auch die Ausschreibung der „schnellen Stelle“ für die Touri-Leitung vor den Pfingstferien sieht eher nach einem Alleingang der  Verwaltung  aus.! Will man die Akzeptanz der EBC und die Höhe der Kurtaxe für die Gäste in Langenargen ermitteln, dann müsste man mit guter Wahrscheinlichkeit zwischen den Gästen der gewerblichen und der privaten Vermieter unterscheiden, da diese beiden Gästegruppen unterschiedliche Bedürfnisse haben könnten. Man muss nicht alle Gäste befragen. Die privaten Vermieter haben etwa 6.000 Ankünfte = Gäste pro Jahr (=Population). Für ein ausreichend genaues Ergebnis benötigt man eine Stichprobe von (rechnerisch) 362 Befragungen (95% Konfidenzniveau, 5 % Fehlermarge). Also eine Befragung von 6% aller Gäste privater Vermieter reicht.Das könnten die privaten Vermieter in eigener Regie organisieren. Wenn 50 Vermieter mitmachen, dann müsste jeder Vermieter etwa 7-8 Befragungen durchführen. Entsprechendes müssten die gewerblichen Vermieter auch überlegen.

Das sollte machbar sein. Die Vermieter führen die Befragung am Frühstückstisch durch und versichern gegenüber der Touristinfo/Gemeinde an Eides statt, die Befragung ordnungsgemäß durchgeführt zu haben.

Wenn zu vermuten ist, dass das Gäste-/Nutzerverhalten in der Vor-/Nachsaison sich von dem in der Hauptsaisonen den privaten Vermietern unterscheidet, dann benötigt man etwa 320 Befragungen (Juli/Aug.) und 320 Befragungen für Mai/Juni/Sep/Okt.

Da kann man doch im Sinne von AGORA nur auffordern: setzt euch alle zusammen, redet und lasst euch nicht auseinander dividieren!

Anmerkung : wegen technischer Probleme Änderung heute 21.44Uhr