Rot, Gelb, Grün?
Das lang anhaltende Badeverbot im See war nach den Hochwasserereignissen an anderen Stellen längst aufgehoben, nur in unserem Strandbad nicht. Das wunderte auch oft die Gäste an der Kasse. Deshalb hat AGORA-LA bei der Pressestelle der Gemeinde am 30.Juni 2024 nachgefragt:
AGORA-LA: Es werden immer wieder unterschiedliche Begründungen zur Sperrung des Sees im Strandbad gegeben, obwohl ein generelles Badeverbot nicht mehr besteht. Einmal wegen Verunreinigung des Wassers, wegen der Gefahren durch Schwemmholz oder wegen fehlendem Aufsichtspersonal. Seit Ende des allgemeinen Badeverbotes wehte die rote Fahne durchgängig. Diese vagen Angeben führen zu Unmutsäußerungen der Besucher an der Kasse. Welche Erklärung gilt?

Anmerkung AGORA-LA: Seit vorgestern weht die gelbe Fahne. ( Zu Bedeutung der Fahnen hier auf der von Seite der DLRG)
Das ist die Antwort vom 5.7. 2024 aus dem Rathaus:
Zuständig für das Hissen der roten Flagge im Strandbad ist der Betreiber des Strandbades.
Diese wird gehisst, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dies ist der Fall, sollte eine telefonische Meldung eingehen, dass das Wasser in der Schussen verschmutzt ist.
Aber auch wenn der Verantwortliche vor Ort entscheidet, dass es zu gefährlich zum Baden ist. Gefahren können Treibholz, Wellengang oder auch starke Strömungen sein.
Für weiteren Ärger sorgt ein Schild im Kassenhäuschen mit dem Hinweis, dass man mit einzeln gelösten Karten nur einmal das Bad besuchen kann. Verlässt man das Bad und möchte später nochmals zurückkommen, muss erneut Eintritt bezahlt werden. AGORA-LA hat beim Pächter PVM nach den Gründen gefragt. Die Tickets seien nicht Personen zuzuordnen, hieß es vom Geschäftsführer von PVM, Tobias Kubenz. Daher würden Tagestickets häufig an andere Personen weitergegeben, die dann gratis ins Bad kämen. Die Lösung: Erwerb einer Saisonkarte. So könne man ohne Probleme mehrmals am Tag mit Unterbrechung das Bad besuchen.Auch sei der Einzeleintritt im Vergleich mit den anderen Bädern im Umfeld moderat, so PVM. In Nonnenhorn würde ein Tageseintritt von 5 Euro verlangt.
Die Entscheidung, die Eintrittsgelder bei uns zu erhöhen, wurde im April 2024 hier in der Gemeinderatssitzung getroffen. Übrigens, die Eintrittsgelder fließen in die Gemeindekasse, sie gehen nicht an PVM. Wer schummelt, schädigt also die Allgemeinheit.
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