Über die Schwäbische Zeitung 

Schon wieder Rauschen im Blätterwald

Es wiederholt sich, was andere Medien bereits ( vgl. hier) zuvor über die Ausrichtung der Schwäbische Zeitung  geschrieben haben, aber ZEIT-ONLINE bringt hier in einem umfangreichen Beitrag neben dem beobachteten Rechtsruck auch wirtschaftliche Gründe ins Spiel. 

So wird über die Haltung des Neuen, Chefredakteur Gabriel Kords, geschrieben: „ [. . . ] man könne als Lokalmedium doch nicht, 30 Prozent der Bevölkerung den Stuhl vor die Tür stellen‘ und verzichte deshalb auf eine ,pauschale Ausgrenzung von Gruppen wie der AfD oder Corona-Maßnahmen-Kritikern‘ [. . . ]„.  Man wolle einen „anderen Ton setzen“ und im „ Geiste der Erweiterung des Diskursraumes“ lasse man auch neue Gastautoren schreiben. 

Gerne hätten die Redakteure von ZEIT-ONLINE einem der Verleger, Erich Graf von Waldburg zu Zeil und Trauchburg, einen Besuch abgestattet und dessen Meinung zu den Vorgängen gehört. Sie wurden jedoch nicht vorgelassen, nachdem er zuvor bereits eine Mail mit  Fragen an ihn nicht  beantwortet hatte.

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Zwischenzeitlich  geht Chefredakteur Gabriel Kords hier mit einem  Kommentar sozusagen „pro domo“ in die Offensive, nachdem der Schwäbischen Zeitung seit Monaten von vielen anderen Medien ein heftiger Wind  entgegenweht.

So schreibt er über „moralisierende  Delegitimierungs- Attacken aus der Mitte der Gesellschaft“ wenn Cem Özdemir beispielsweise über die  Erfahrungen seiner Tochter schreibt, die von Männern mit  Migrationshintergrund unangenehm begafft werde. Schnell werde man als „rechts“ ettiktiert und „schnell herauskatapultiert aus dem engen Korridor, in dem politische und gesellschaftliche Debatten hierzulande in den meisten großen Medien – allen voran im öffentlich-rechtlichen Rundfunk – noch geführt werden.“ Man müsse heraus aus den Echokammern. Deshalb sei die Schwäbische Zeitung und schwaebische.de weder „rechts“ noch „links“. Man sei vielmehr eine überparteiliche Plattform für alle, die in der Region Oberschwaben/Allgäu/Ostalb etwas zu sagen haben – selbst, wenn es vermeintlich „rechts“ ist, rechtfertigt der Chefredakteur seine eigene Haltung in seinem Kommentar.

Man fragt sich allerdings schon, warum große Teile der eigenen Redaktion sich vom neuen Kurs der Schwäbischen Zeitung scheinbar abgewandt haben. Wie passt es zusammen, wenn in der Echokammer der eigenen Redaktion kein Widerhall erhört oder überhört wird.

Wenige Tage danach liest man zu dem Beitrag von Kords eine umfangreiche Veröffentlichung ( Ausgabe vom 7.10.2024, S.11) von Leserbriefen unter der  Überschrift  „Unsere  Demokratie lebt von der Meinungsvielfalt“ als Reaktion.

Medieninsider (Bezahlschranke), die im Sommer zuerst über die Schwäbische Zeitung berichtet hatten, berichtet aktuell (11.10.2024 über den Einstieg von Kords bei seinen Redakteuren, der über eine Videokonferenz stattfand,  hier: „[. . . ] Der neue Chefredakteur sprach von einem „disruptiven Prozess“, den es in der Südredaktion in den vergangenen Monaten gegeben habe. Zudem sei es ein „sehr, sehr gefährlicher Prozess”, wenn Interna der Schwäbischen an Medienjournalisten weitergegeben würden. Und schließlich: „ ‚Ich kann nur sagen, sollten wir einer Person habhaft werden, die Informationen nach außen trägt, die dafür nicht gedacht sind, dass wir dann mit Sicherheit kurzen Prozess machen werden. [. . . ]‘ “, so weiß Medieninsider aus sicherer Quelle zu berichten.

Was AGORA-LA meint:

In der antiken Mythologie war die Nymphe Echo von Hera bestraft worden. Sie hatte Echo durchschaut, die von Heras Gatten Zeus abgestellt worden war, sie in Gespräche zu verwickeln, damit er sich ungestört anderen Damen widmen konnte. Hera nahm Echo ihre eigene Sprache. So konnte Echo lediglich die letzten Worte einer anderen Person wiederholen. Es reicht vermutlich im Fall der Schwäbischen Zeitung, wenn deren Mitarbeiter sich nur als Echo der Chefredaktion betätigen. Nicht wenige haben kurzen Prozess gemacht und sind von sich aus gegangen.

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Kehrwoche

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