Schlossmodell

Veranstaltung im Münzhof

Es fehlen noch einige Berichte und Bilder von der Veranstaltung im Münzhof. HIER geht’s zum Bericht über die Enthüllung des Schlossmodells. Es war Geduld vom Publikum verlangt. Ein langer Nachmittag, aber alle hielten durch.

Reinhard Schick führte durch die Veranstaltung

Ein Dank an die akademische Bildhauerin Silvia Jung-Wiedemayer
Dank an die Stiftungen: Für die Karl und Carola Winter-Stiftung sowie die Bürgerstiftung nahm Erhard Bücheler ( 1.Vorstand) ein Geschenk mit der Abbildung
des Schlossmodells entgegen (von links: Karl Boczek, Albrecht Weber, Erhard Bücheler, Reinhard Schick

Architekt Albrecht Weber zählte die Spender aus der Handwerkerschaft auf und bedankte sich bei ihnen für ihre Spenden

Nicht nur eine Untermalung mit Musik,
sondern die Musik stand als eigener Programmpunkt im Vordergrund der Veranstaltung: Mozart aus den dem
Divertimento 1,2
Die Handwerker saßen oben auf der Empore. Hier geht’s zu den Sponsoren: Bürgerstiftung Langenargen
Karl und Carola Winter-Stiftung, Dipl. Restaurator für Steinobjekte Luzius Kürten,Schreinerei Anton Frei,
Zimmerei & Gerüstbau Michael Bachmayer, Zwisler Metallbau, AeDis AG
Klempnerei Ralph Taubenheim, Luxwerk – Manufaktur für Lichttechnik, Elektro Oeckl,Fecher Werner Sauter Ingenieurbüro für Bauwesen, Lemp Garten- und Landschaftsbau

Im Foyer ging es weiter:Cornelia Göbel aus Langenargen (Klarinette),

Katharina Felder aus Vorarlberg (Fagott), Jörg Spennemann (Oboe) aus Wasserburg. 

. . . natürlich auch dabei: der Geist von König Wilhelm I., der zum Bedauern mancher das ursprüngliche Schloss damals nicht wieder aufbaute, die letzten Steine der Ruine abtrug und zur Strafe jetzt im Schlossmodell ewig umhergeistern muss. Eine Phantasieerzählung! Er mochte doch wohl lieber den orientalisch maurischen Stil.
Aus der Präsentation im Münzhof Transkription: Kritik an dem orientalisch-maurischen Stil gab es bereits in der Vergangenheit
Seeblatt Friedrichshafen, 12.09.1864
Nun wird an seiner statt ein niedliches kleines Schlößchen aus ge-
brannten Ziegeln gebaut, das an sich allerliebst sein mag, wie ein Bijou,
das aber zu den großartigen Umgebungen und ihren Verhältnissen nicht paßt
und des historischen Platzes, auf dem es ersteht, und des Gebäudes, das
ihm den Platz räumen mußte, nicht würdig ist. Trotz des Thürmchens, das
es erhalten soll, wird das hübsche kleine Ding eher dem Landsitz eines reichen
Kaufmanns, als dem Ruhesitz eines Königs gleichen, der an dieser Stelle
der Nachfolger der alten Herren von mons fortis ist.

Auch an den Tagen nach der Enthüllung kroch manch interessierter Besucher förmlich in das Modell hinein (Schnappschuss einer Lesereinsendung) . . .
. . . Ertasten des Textes für Menschen mit Sehbeeinträchtigung klappt nun immer
Ein Schloss für alle- alles wird begreifbar!

In der Realität ist das Schloss leider nicht immer für die Allgemeinheit zugänglich. Auch der Zugang für Rollstuhlfahrer (vgl.hier)ins Innere des Schlosses ist nicht möglich. . .
. . . das Modell jedoch ist für alle zugäng-
lich! (Foto vor der Enthüllung)

Info zum Eingangsfoto, 11.9.2026: Nun konnte das Bild ausgetauscht werden. Das ist das Originalbild aus der Präsentation

Gleich noch der erklärende Text zum Bild von Karl Bozcek. Er schreibt dazu:

Nach den historischen Vorbildern wurde klar, dass das rekonstruierte Bild keine Momentaufnahme sein soll, wie wir sie heute bei Fotografien kennen, das wäre ohne hin unrealistisch und unglaubwürdig. Das rekonstruierte Bild soll einen Eindruck vermitteln, wie das Schloss Argen in den ca. 120 Jahren seines Bestehens optisch gewirkt hat und beinhaltet auch die baulichen Veränderungen, die in den Jahren durchgeführt wurden. Im Laufe der 120 Jahren wurde das Schloss durch Stürme, Brände und weitere Umwelteinflüsse beschädigt. 

Bei jeder Wiederinstandsetzung der Gebäude wurden die Bereiche modernisiert und den aktuellen Bedürfnissen angepasst.  Also das Schloss hat sein Erscheinungsbild vom 17. bis 19. Jh. geändert und die letzten Jahrzehnte als Ruine bestanden.

Das rekonstruierte Bild ist keine Fotografie, denn das Schloss besteht ja nicht. 

Das Bild ist auch nicht durch künstliche Intelligenz entstanden, so detailliert könnte man die Vorgaben nicht formulieren. Es ist eine Mischung aus Fototechnik und Maltechnik. Ich würde das als gemalt mit elektronischen Pixeln bezeichnen. Auf Neudeutsch Pixel Painting. Die historischen Vorbilder gaben die Formen und Farben vor und die mussten dann in der Perspektive auf das Wasser als Hintergrund umgesetzt werden. Ein klassisches Malen mit Öl würde auch nicht so lange dauern wie dieses Vorgehen mit allen Änderungen und Korrekturen, die im Laufe der Entstehung des Bildes vorgenommen wurden. 

Also das Bild , das AGORA- LA tatsächlich mit KI farblich bearbeitet hatte, ist knalliger. Es entspricht eben nicht dem Bild aus der Präsentation vom letzten Sonntag. Aber schön blau war das Wasser ja schon….

Das Bild, das in Ermangelung des Bildes aus der Präsentation zunächst benutzt wurde (KI besrbeitet)

Zum Thema: Denkmaltag am Sonntag in LA:HIER

Sonntag, 13. September (Tag des Denkmals)
9 Uhr und Führungen zum alten und neuen Schloss
11.30 Uhr (Anmeldung)
15 Uhr Führung zum Schlossmodell, zum städtebaulichen Ensemble am Marktplatz und
zum Museum (Video)
Anmeldung per Mail unter touristinfo@langenargen.de oder telefonisch unter 0 75 43/93 30 92.

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