Filmpremiere im Schloss

Imagepflege für LA im Schloss ( aktualisiert)

Am letzten Montagabend wurde der neue Imagefilm der Gemeinde Langenargen im Konzertsaal des  Schlosses der Öffentlichkeit vorgestellt. Inzwischen ist er unter dem Titel „Das bessere LA“ auf der  Homepage  der Gemeinde hier auf der Tourismusseite abrufbar. Dort bekommt man auch eine kurze Inhaltsangabe. Unter „Aktuelles“ heißt es hier: „ Der Imagefilm über Langenargen fängt das einzigartige Lebensgefühl des Ortes authentisch und hochwertig ein. In Zusammenarbeit mit der Filmagentur Dreamscope wurde ein emotionaler Film geschaffen, der über klassische Darstellungen hinausgeht.“

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Besucher im Konzertsaal

Der Premierenabend war gut besucht. Mitglieder des Gemeinderates, die Sponsoren, Gewerbebetreibende, Vertreter der Gastronomie und Mitglieder des HGV waren anwesend. Bürgermeister Münder begrüßte die Gäste. Die Leiterin des Amtes für Tourismus und Marketing, Laura Schneider, führte kurz in die Hintergründe und Zielsetzung des Filmes ein:

Die Adressaten des Filmes seien nicht unbedingt die Touristen, vielmehr habe man die Selbstdarstellung des Ortes mit seiner besonderen Lage am See thematisieren wollen. Zu diesem skizzierten Bild in kleinen Sequenzen gehörten ebenso die Firmen, die Hotels, die Einheimischen- auch in kleinen Schauspielerrollen- und natürlich das Uferfest, so Schneider. Man habe ein passendes Medium gesucht, das Emotionen anspricht und die Individualität des Ortes widerspiegele. Auch erhoffe man sich durch den Film Reichweite zu erlangen.

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Vorhang auf!

Die Vertreter der Filmagentur beschrieben nach der ersten Vorführung die Entstehungsgeschichte des Films. Man habe in Zeiten von sozialen Medien neue Wege gehen wollen. Man setze auf Emotionen, weniger auf Informationen. Mit Rücksicht auf die kurze Aufmerksamkeitsspanne des modernen Medienkonsumenten sollte bereits in den in den ersten Sekunden eine interessante Geschichte die Zuschauer und Zuschauerinnen fesseln. Der Plot lehne sich an den Film „ Fack ju Göhte“ an. Die Idee zur Geschichte sei in einem Urlaub mit seiner Freundin (alias Tschanni) in Thailand, die auch die Hauptrolle spielt, entstanden.

Nach Ende des Films bleiben Fragen: 

Welches Bild des Ortes will man nach außen tragen? Mit einer dümmlich wirkenden Reisenden, die ein rosa Köfferchen hinter sich herziehend, in den Apfelplantagen auf der Suche nach der Rolle ihres Lebens im Bodensee untertaucht? Wen will man erreichen und welche Highlights machen LA eigentlich aus? Ob der Film wohl die Touristenzahlen nach oben schießen lässt? Oder sollen ganz neue Kundengruppen erschlossen werden? Wenn ja welche? Wie lautete der Auftrag an die Filmemacher? Wer hat die Entstehung des Filmes seitens der Gemeinde, die für ihr Marketing gerade stehen muss, begleitet? Diese Fragen werden seit der Freischaltung des Filmes gestellt.

Die Gemeinde LA hat den Film mit 5000 Euro unterstützt und ihn zum Aushängeschild auf der Tourismusseite des Ortes gemacht. Das ist keine Privatvorführung. Von dort aus wird ein bestimmtes Bild von Langenargen in die Welt geschickt. Ist dieses Selbstbildnis der Gemeinde so gewünscht? Der Film „Fack you Göthe“( von 2013) als Vorlage sorgte damals bereits für Kritik, weil er sich auf Kosten von bildungsfernen Gruppen lustig machte. Ebenso wurden bereits 2013 Klischees von dümmlichen Frauen in pinkfarbenen Outfit kritisiert. Da war von der Bewegung # MeToo noch gar nicht die Rede. Reichweite wird durch die Anzahl der Personen, die mit einer Online-Maßnahme erreicht werden, definiert. Sie wird allerdings leider auch durch umstrittene Inhalte erreicht.

Die Reaktionen im Netz sind seit der Freischaltung gestern sehr unterschiedlich. Bei AGORA-LA kommen äußerst kritische Reaktionen aus ganz Deutschland an.

Aktualisierung, 28.3.2025, 9.34 Uhr: Andere Medien berichten zum Thema:Hier der amtliche Teil vom aktuellen MOBO, hier die Schwäbische Zeitung.

Unser LA ist ganz sicher besser als LA unter Trump!

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