Nein, es war am letzten Freitagabend keine Witterung für den Direkttransport von Saharastaub an den See. Vielmehr wurde man in der Schulaula der Nonnenbachschule in Kressbronn von Marcus Rasen per Mulitmediavortrag in die Welt der Wüsten nach Algerien entführt. Früher sagte man Diavortrag- das hörte sich immer ein wenig nach Langeweile an – weit gefehlt! Mit den zwei Musikern der Band „More or Less“ und dem kurzweiligen Vortrag zu diesem Land auf sandigem Boden hatte Marcus Rasen schnell ein begeistertes Publikum.


Der „Kressbronner Abenteurer und Extrem-Reisende“- so wird er oft beschrieben- wollte von seiner jüngsten Reise im Januar 2025 nach Algerien gemeinsam mit seinem langjährigen algerischen Freund Ahim berichten. Eine Reise, die er der Bürgerstiftung Kressbronn und der Öffentlichkeit schenken wollte. Er habe diese für ihn besondere Reise tatsächlich als Geschenk empfunden, das er mit anderen Menschen gerne in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Kressbronn habe teilen wollen. Man dürfe jedoch gerne für die Arbeit der Bürgerstiftung im Anschluss spenden.
Ziemlich spontan hatte sich die Reise ergeben: Sein langjähriger Freund Rahim, der in Berlin lebt, hatte alles organisiert, einschließlich Visum, das kurz vor Abflug in Frankfurt abzuholen war. Gepackt war schnell- es gibt wohl im Hause Rasen eine Art „Notfallschublade“ für eine Spontanreise nach Afrika (Unterhosen, warme Sachen, Rucksack etc…) Dann ging es los.

Algerien, das etwa 6,5 mal so groß ist wie Deutschland und zu 80 % aus Wüste besteht, sei weitgehendst vom Tourismus verschont geblieben, so Marcus Rasen. Sie wollen ihn nicht und seien auch nicht darauf angewiesen( Bodenschätze: Gas,Öl). Die politische Situation des Landes war dann auch nicht das Thema (Für Interessierte: vgl. hier)der Reise. Ziel der Reise war vielmehr die Begegnung mit der Landschaft und den Menschen in der Oase Timimoun, in der bei Ankunft der beiden das große Fest der Berber stattfinden sollte.

Bereits bei seinen ersten beiden Reisen in den 80iger Jahren waren Marcus Rasen die freundlichen Menschen aufgefallen, die nun auch jetzt die beiden Reisenden mit ihrer Gastfreundschaft überall herzlich empfangen haben. Besonders die Kinder mit ihrer Neugier hatten es ihm angetan.

Marcus Rasen war anzumerken, wie wichtig ihm die Reise mit seinem algerischen Freund aus Deutschland war, der ihm so manche doch noch unbekannte Tür in seine Heimat bei Timimoun öffnete. So konnte er den Sand der Wüste wieder unter seinen Füßen spüren und doch ganz neue Einblicke in das Leben der Menschen erlangen, die auch er so noch nicht erfahren hatte. Die Begeisterung für das Erlebte war seinem Vortrag anzumerken. Die Zuhörerschaft in dieser für den Andrang der Menschen viel zu kleinen Schulaula dankte es ihm mit langanhaltendem Applaus- und hoffentlich auch mit Spenden für die Bürgerstiftung. Es folgen nun einige Bilder aus dem Vortrag, die Marcus Rasen freundlicherweise für den Beitrag auf AGORA-LA zur Verfügung gestellt hat.








Alte Leitungen, die über 800 km teilweise auch oberirdisch verlaufen. Manchmal lassen sie sich öffnen und die Kamele können „tanken“.






Es kann hier nur eine Auswahl der Bilder geliefert werden, aber im Sommer gibt es eine weitere Veranstaltung von Marcus Rasen Open Air im Schösslepark in Kressbronn: 22. August 2025

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