Die Schussen: Die Exkursion

Nicht ohne Gummistiefel

Die  Bürgerinitiative (BI) Revitalisierung des Schussendeltas BIRDS war schon häufiger Thema auf  AGORA-LA. Zuletzt wurde hier eine Exkursion angekündigt, um den Bürgern die „Todeszone“ an der Mündung der Schussen am DLRG-Strand zu zeigen. Das war am letzten Mittwoch, als es noch sehr warm war.

Üble Gerüche

Es kamen leider nur wenige BürgerInnen- vielleicht lag das ja am Mangel an Gummisstiefeln. . .  Die Presseorgane waren gut gerüstet. Auch AGORA-LA war dabei, wenngleich auch nur mit etwas zu kurzen Gummischuhen.

Gut, dass diese Brühe nicht beim Aufrufen des Bildes stinkt. . .

Der SÜDKURIER war auch dabei und berichtet hier. Somit wird das Thema auch in seine Verbreitungsregion getragen.

Die beiden Vertreter der BI Dr. Gerhard Moll und Dr. Daniel Müller erläuterten das, was viele Langenargener bereits kennen und riechen: den Gestank, den der See bei bestimmten Wetterlagen durch den Ort ziehen lässt. So schreibt der SÜDKURIER:

„[. . . ]Seit 2024 gibt es die Initiative, sie kämpft gegen eine Überdüngung des Schussendeltas durch die Nährstoffe, die der Fluss in den See bringt. Der Einzugsbereich der Schussen ist dicht besiedelt, 18 Kläranlagen leiten gereinigtes Abwasser in den Fluss. Zwar erreichen die Anlagen eine Reinigungsleistung von 95 bis 98 Prozent, was Phosphor angeht. Doch ein Rest an Nährstoffen landet im See und fördert vor Langenargen das Algenwachstum – geeignetes warmes Wetter vorausgesetzt. [. . . ] “

Die BI schlägt ökologisch nutzbare Leitdämme vor und hat seine eigenen Messungen unlängst hier veröffentlicht. Diese Messwerte wurden dort erzielt, wo es am relevantesten ist: nämlich kurz vor der Mündung, bevor das Wasser ins Delta fließt. Die Behörden winken jedoch ab. Der SÜDKURIER hat nach der Begehung nachgefragt, das RP hat geantwortet: Einmal im Monat werde im Bereich Lochbrücke der Phosphatgehalt des Flusses bestimmt, heißt es aus der Pressestelle des Regierungspräsidiums auf Anfrage. Das Institut für Seenforschung erhebe zudem monatlich die Phosphatwerte im Schussendelta. So die Information an den SÜDKURIER.

AGORA-LA kennt die umständlichen Presseanfragen an Behörden ( vgl.hier). Es sind oft Antworten, die man erst auf Umwegen und mit großer Geduld bekommt.  

Den Fischreihern scheint es zu gefallen

Alle Bilder (c) AGORA-LA

Aus der Leserschaft ( Name und Text liegen der Redaktion vor) erreichte AGORA-LA der Hinweis , dass auf Fragen eines Gastes zu den offiziellen Badestellen in LA beim Amt für Tourismus die Malerecke, das Strandbad oder der DLRG-Strand empfohlen wurde. Es sollte doch eigentlich bekannt sein, dass am gesamten Uferbereich nach dem Grenzzaun im Strandbad in Richtung Schussenmündung ein offizielles Badeverbot herrscht!

Vom Strandbad bis zum DLRG-Strand

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