Zum Tod von Dr. med.Elke Küßner
Aus urheberrechtlichen Gründen können die Traueranzeigen aus der heutigen Ausgabe der Schwäbischen Zeitung nicht abgedruckt werden. Die folgenden Absender der Anzeigen aus dem medizinischen Umfeld der Verstorbenen werden genannt:
- Team der Frauenklinik, Das Team der Kinderklinikmit den Baby-Notärzten Friedrichshafen
- Ärztinnen und Ärzte der Klinik für Allgemein-und Visceralchirurgie, Gefäßchirurgie und Unfallchirurgie
- Die Assistenzärztinnen und Assistenzärzte der Inneren Medizin Friedrichshafen
- Abteilung für diagnostische und interkonventionelle Radiologie/ Nuklearmedizin mit dem gesamten Team der Radiologischen Abteilung
- Das Team Notärzte Friedichshafen und der Rettungsdienst
- Das Team des Rettungshubschraubers Christoph 45
- Die Leitenden Notärzte des Bodenseekreises
- ÄrztInnen und Pflegekräfte aus der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerzmedizin und aus dem chirurgischen OP
Auch die Geschäftsführung des MCB hat eine Anzeige geschaltet:
Medizincampus Bodensee: Der Vorsitzende der Geschäftsführung Franz Klöckner sowie die Medizinschen Direktoren Prof. Dr. Roman Huber und Prof. Dr. Jochen Wöhrle mit dem folgenden Text: „ Mit Dr. med. Küßner haben wir eine geschätzte und beliebte, hoch engagierte und erfahrene Mitarbeiterin und Kollegin verloren, die wir sehr vermissen. Wir werden Dr.med. Elke Küßner und ihr Wirken in guter Erinnerung behalten. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und Freunden.“

Anmerkung von AGORA-LA: Warum erhält eine „geschätzte, beliebte, hoch engagierte und erfahrene“ Mitarbeiterin und Kollegin eine fristlose Kündigung von dieser Geschäftsführung?

Außerdem sei auf das Interview mit Rechtsanwalt Kröger hier in der heutigen Ausgabe der Schwäbischen Zeitung verwiesen. Er wird dort u.a. zu der Verfahrensweise des Aufklärungsprozesses durch die Geschäftsführung des MCB zitiert:
„[. . . ] Dabei kann es nicht angehen, dass die Geschäftsführung die Aufklärung an eine Kanzlei beauftragt, denn sie steht nach meiner Ansicht selbst im Mittelpunkt der Vorwürfe. Hier macht man den Bock zum Gärtner. Eine seriöse Aufklärung setzt für mich voraus, entsprechende Personen unverzüglich zu beurlauben. Da das nicht passiert, scheint es mir, dass die Klinikleitung nicht nur das Vertrauen der Bevölkerung, sondern auch vieler Mitarbeiter verliert. Zeit für den Aufsichtsrat und insbesondere den Oberbürgermeister als dessen Vorsitzender zu handeln. [. . . ]“ Im weiteren Verlauf des Beitrages gibt Kröger die Sichtweise seiner verstorbenen Mandantin wieder. Sie habe gesagt, dass „ die Kardiologie in der Weise, wie sie in Friedrichshafen betrieben wird, dort nicht hingehört und den Akutversorgungsauftrag gegenüber der Bevölkerung sogar gefährdet.“ Die Reaktion der Pressestelle des MCB auf diese Einschätzung ist ebenfalls in dem Beitrag der Schwäbischen Zeitung nachlesbar.
Einschätzung von AGORA-LA zur Öffentlichkeitsarbeit am MCB:
Es lohnt sich eine Analyse des Textes zu der so genannten öffentlichen Erklärung, die das Klinikum Friedrichshafen hier mit der Unterschrift des Vorsitzenden der Geschäftsführung, Franz Klöckner sowie des Vorsitzenden des Aufsichtsrates, OB Andreas Brand veröffentlicht hat, vorzunehmen. Schon die Überschrift zu dem Text, in der von einer „Öffentlichen Erklärung“ die Rede ist, passt nicht zu der anschließenden Anrede „Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. Man muss sich entscheiden: Erklärung oder Brief.
Die Adressatengruppe ist in der Anrede eingeschränkt. So sieht der Text eher wie ein interner Rundbrief im Intranet der Klinik aus. Das Klinikum lebt jedoch von seinen Patienten, sie sind ein großer Teil der Öffentlichkeit. Sinnvoller wäre es doch wohl gewesen, auch die Bürgerschaft, die sich um ihre medizinische Versorgung Gedanken macht, anzusprechen.
Will man eine öffentliche Erklärung, lässt man die Anrede weg, um die gesamte Öffentlichkeit miteinzubeziehen. Text und Überschrift scheinen nicht zueinander zu passen.
Kommentar verfassen