Kinderrechte im Karneval
Rosenmontag: Da sitzt man als Rheinländerin am Bodensee, der Rhein fließt an einem vorbei nach Mainz, Köln und in die Heimat Düsseldorf. Man holt sich die rheinischen Töne über verschieden Kanäle ( z.B. Die Stunksitzung mit dem Kanzler, der tatsächlich lacht! ) ins Haus und dann stößt man auf eine interessante Initiative des Festkomitees Kölner Karneval: Pänzrechte im Kölner Karneval hier. (Pänz ist das rheinische Wort für „Kinder“, Die Gruppe „Bläck Föös“ haben daraus mal ein Lied gemacht: Pänz , Pänz, Pänz)
Was steckt hinter dieser Initiative? Es geht um nichts Geringeres als um die Achtung der Kinderrechte im Karneval. In Köln gibt es nämlich jetzt den Kinderrechte-Pass: Pänzrechte im Karneval– ein Kooperationsprojekt von Zartbitter e.V. und dem Festkomitee Kölner Karneval mit Illustrationen von Dorothee Wolters. Sie schreiben:
“Das ist schon ein wirklich jeckes (Übersetzung für jeck = närrisch) Projekt!
Zartbitter, Kölner Beratungs- und Informationsstelle gegen sexuelle Übergriffe und Missbrauch, und das Festkomitee Kölner Karneval haben gemeinsam mit Kinder- und Jugendtanzgruppen einen Kinderrechte-Pass für den Karneval entwickelt. An dem Projekt waren sehr viele Menschen beteiligt. Auf die Achtung des Kinderrechts auf Partizipation (Mitbestimmung) wurde besonderen Wert gelegt [. . . ] „
In der Broschüre, die wohl im Vorfeld sehr schnell vergriffen war, findet man Überschriften wie Alle Pänz haben das Recht, sich in ihren Kostümen und Uniformen wohlzufühlen! Oder: „ Kein Bützchen ( Küsschen)auf Kommando! Die taz berichtet hier. Im rheinischen St. Augustin nämlich gab es diesen Skandal zum Karnevalsauftakt am 11.11. im letzten Jahr.

Sicherlich ein wichtiges Thema, das nicht nur im Rheinland Bedeutung hat: “[. . . ] Die Präventionsfachleute von Zartbitter hoffen, dass die Kölner Kampagne zum Karneval zum Vorbild wird für den überregionalen Dachverband Bund deutscher Karneval, der bislang noch kein Schutzkonzept hat. Oder für andere Brauchtumsgruppen wie Schützen-oder Heimatvereine. [. . . ]“
Ja, das ist wohl zu wünschen! Manch eine erinnert sich möglicherweise daran, dass der alkoholisierte „Onkel “ früher gerne mal gebützt hat und die Erwachsenen schnell sagten:„ Stell‘ dich doch nicht so an!“
AGORA- LA wünscht allen einen fröhlichen Rosenmontag mit nur echt freiwilligen Bützchen!

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