Chefarzt vorerst freigestellt
Seit heute Abend ist es klar: Der Aufsichtsrat der Klinik, der gestern turnusgemäß getagt hatte, hat einen Chefarzt, gegen den die Staatsanwaltschaft ermittelt, auf seinen eigenen Wunsch bis auf Weiteres vom Dienst freigestellt. Das berichten verschiedene Medien übereinstimmend: Hier, hier, hier, und hier.
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Aktualisierung, 14.3.2024, 10.36 Uhr
Der Wortlaut der Presserklärung der Klinik ist hier seit heute zu lesen. Dort wird OB Brand u.a. zitiert: „Wir haben im Aufsichtsrat darüber gesprochen und uns entschieden, diesen Weg zu gehen. Damit wird den im Raum stehenden Verdachtsmomenten, dem Interesse des Hauses und seiner Mitarbeitenden an einer Beruhigung der Situation und der auch für den Chefarzt geltenden Unschuldsvermutung angemessen Rechnung getragen.“
Was auffällt- die Patientenschaft, die durch die Vorgänge in „ihrem Krankenhaus“ im Bodenseekreis verunsichert ist, wird nie erwähnt. Das Haus muss nicht beruhigt werden, sondern auch die Menschen brauchen Vertrauen, die sich bei Einlieferung im eigenen Notfall Sorgen machen. Beruhigung der Situation reicht nicht. Wir sind die potentielle Kunden dieses Hauses!
Das ist die Meinung von AGORA-LA.
Aktualisierung , 15.3.2024, 7.07 Uhr:
Offensichtlich hatte es unterschiedliche Pressemitteilungen gegeben. Der SÜDKURIER schreibt hier am Ende seines Beitrages: „In einer ersten Version hatten wir berichtet, dass der Aufsichtsrat den Arzt freigestellt hat und andere von den Ermittlungen betroffene Ärzte nicht mehr eingesetzt würden. So hatte es das Klinikum am Abend in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Später korrigierte das Klinikum diese Pressemitteilung jedoch dahingehend, dass der Arzt selbst sein Amt ruhen lässt.“
Der SWR berichtet dazu hier.
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