Ein neuer Stipendiat
Schon seit einiger Zeit gibt es oben in den Räumen des Kavalierhauses einen neuen Stipendiaten: Aljoscha. Im Prälatensaal hier des Museums kann schon man ein Kunstwerk von ihm bewundern. Dort schwebt nun ein filigranes Gebilde aus Acryl. Mehr davon war heute bei der Presseführung im Kavalierhaus zu sehen.




Werkzeuge:


Seine Gebilde aus Acryl schweben im Raum und tauchen bisweilen als unverhoffte Interventionen im öffentlichen Raum auf. Hier. Er befestigt seine Installationen aus Acrylglas, die mit Heißluft geschnitten werden, ortsbezogen auf den jeweiligen Raum und auf die physische Gegebenheiten. So kann man bereits im Museum Langenargen seine Installation betrachten. Priv.-Doz. Dr. Ralf-Michael Fischer berichtete in seiner Eigenschaft als Museumsleiter in seiner einführenden Rede über das erste Objekt in LA, das für die Öffentlichkeit bereits sichtbar gemacht wurde. Er hatte das sorgfältige Anbringen der Installation vor Ort im Museum durch Aljoscha beobachtet und sehr bewundert.

Aljoscha ist mit dem Begriff „Bioimus“ eng verknüpft. Hier. Gibt man dieses Schlagwort bei Wikipedia ein, wird sofort sein Name genannt. Aljoscha wurde in der Ostukraine im Gebiet Charkiw geboren, lebt jedoch seit 2003 in Düsseldorf. Auf seiner Website liest man hier: „Bioismus oder Biofuturismus ist mein Versuch, neue Lebensformen zu schaffen und eine neue Ästhetik für die Zukunft des organischen Lebens zu entwickeln.Bioismus ist ein Weg, Kunstobjekte zu entwickeln, die die visuellen Möglichkeiten der synthetischen Biologie und Bioethik zum Ausdruck bringen. Bioismus verkörpert das Bestreben, Kunst zu schaffen, die auf Vitalität, Vielfältigkeit, Komplexität und Abweichung basiert. Bioismus ist eine Idee der Notwendigkeit zu komponieren, neue Lebenswelten von Grund auf zu erschaffen, nicht etwas zu beschreiben, was bereits in der Natur existiert. Ich betrachte jedes meiner Werke als ein unbekanntes Lebewesen. Der Bioismus erweitert das Leben auf leblose Objekte.“ (Mit Deeple Übersetzer)
Alijoscha wurde im Laufe des Pressegespräches gefragt, ob er sich wohl fühle in Langenargen, ob er bereits gute Gespräche mit Menschen am Ort geführt habe. Es sei ein Paradies: Hier zu sein, nachdem er für einige Projekte unlängst in der Ukraine gewesen sei, sagte er. Hier sein zu dürfen, auf den See zu schauen und in Ruhe arbeiten zu können. Trotzdem trage er in seinem Kopf die Bilder der Menschen, die in seiner alten Heimat bei Luftalarm inzwischen in völliger Ruhe mit unbeweglichen Gesichtern in die Luftschutzbunker gingen. Seit über zwei Jahren.
Interventionen kündigte er noch in Langenargen an. Einen Vorgeschmack darauf kann man hier sehen. Langenargen wird sich auf Überraschungen freuen können. Mehr über Aljoscha erfährt man, wenn man ihn einfach im Atelier besucht, mit ihm plaudert und ihm dabei über die Schulter schaut.
Ein letzter Blick in den Konzertsaal der Tonhalle Düsseldorf mit einer Installation von Aljoscha sei noch erlaubt. Ein Bild aus der Heimatstadt Düsseldorf von AGORA-LA:


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