Eurotopoics (Ein Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung) vom 6.11.2024
Antipolitik setzt sich durch
De Standaard (BE) macht sich ernste Sorgen um den Fortbestand der Demokratie in den USA:
„Die traurige Wahrheit ist natürlich auch, dass es sich politisch offensichtlich lohnt, Lügen zu verbreiten, Hass zu schüren und Gegner zu beschimpfen. … Sehen [mächtige Trump-Unterstützer wie Elon Musk] wirklich nicht, wie viel Schaden der Demokratie zugefügt wird? … Wieso kann destruktive Antipolitik so hartnäckig sein und so ansteckend? Wie das Ergebnis auch sein wird, die Antipolitik hat bereits gewonnen. Sie wird wie ein bösartiger Tumor weiter wuchern. … Demokratie funktioniert nur, wenn die meisten Wähler an sie glauben. Ob diese Bedingung in den USA noch zutrifft, ist fraglich.“
Männer und Minderheiten haben entschieden
Der Tagesspiegel DE) sieht drei Gründe für die Stärke Trumps:
„Erstens: Alle Warnungen vor Trump als dem Zerstörer der Demokratie, dem Faschisten und Spalter, hatten nicht den erhofften abschreckenden Effekt. Womöglich haben sie sogar Trotzreaktionen jener Wähler provoziert, die noch unentschieden waren. Zweitens: Trumps Klientel umfasst als starken Block junge, nicht sehr gebildete Männer … . Je intensiver Harris um die Stimmen der Frauen warb, desto mehr Männer strömten zu Trump. Drittens: Trump konnte offenbar auch den Stimmenanteil von Schwarzen und Latinos vergrößern. Die Demokraten müssen sich darauf einstellen, dass Minderheiten allein mit Antirassismus nicht bei der Stange gehalten werden können. Politik für Minderheiten muss praktische Konsequenzen haben: Jobs, Wohnung, Familie.“
Kommentar verfassen