Ausstellung im Museum Vorarlberg
Im Foyer des Museums in Bregenz ist eine Ausstellung zu sehen, die die Fotos des Bregenzer Nationalsozialisten Werner Schlegel aus den Jahren 1938–1941 zeigt.

Gleich im Vorwort des Katalogs zur Ausstellung „Wir waren begeistert! Warum?“ heißt es hier: [. . . ]“ Die Fotografien Werner Schlegels dokumentieren in einzigartiger Weise den gesellschaftlichen „Umbruch“ in den Jahren unmittelbar nach dem „Anschluss“ 1938 bis etwa 1941. Sie zeigen nicht nur die großen Massenaufmärsche, Parteievents und Auftritte hochrangiger NS-Funktionäre in Vorarlberg, sondern auch die breite Begeisterung für die neue politische Führung, die nach Kriegsende oft als ein fremdes Phänomen dargestellt wurde. [. . . ]“


Die Ausstellungsmacher weisen auf die ethischen und rechtlichen Herausforderungen hin. So fürchtete man, dass die Veröffentlichung der 4000 Fotos auf einer Onlineplattform zu Missbrauch führen könnte: „[. . . ] Die Frage, wie man heute mit einer visuellen Dokumentation solcher Art umgeht, stellte die Bibliothek vor besondere Aufgaben, denn die Bilder können politisch missbräuchlich eingesetzt und instrumentalisiert werden. Durch Maßnahmen wie Kontextualisierungen, kommentierte Beschreibungen und reduzierte Download-Möglichkeiten wird versucht, diesen Fotografien eine historische Einordnung zu geben und Missbrauchspotenziale einzuschränken. [. . . ]“
AGORA-LA war dort, zufällig just am letzten Dienstag, als man fürchtete, dass die ÖVP als Türöffner für Herbert Kickl ins Kanzleramt feststeht. Deshalb hatten sich ca. 1500 Menschen (vgl. hier)zu einer Demonstration am Hafen in Bregenz eingefunden. Passend am Platz der Menschenrechte. Nun scheint man weiter zu verhandeln. (Vgl. hier)



Die Bilder der Ausstellung noch vor Augen, fragt man sich schon, ob denn niemand mehr aus Geschichte lernt…. So scheint man die Missbrauchspotentiale der Gegenwart im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der 4000 Fotos tatsächlich im Blick haben zu müssen. Vor allem mit Blick auf die Forderungen der blauen Verhandlungsführer der FPÖ in Wien an die ÖVP.
Ein älterer Herr, der an der Demonstration teilnahm, meinte im Gespräch mit AGORA-LA über die aktuelle Situation in Deutschland: Harmlos: Ein möglicher Kanzler Herbert Kickl in Österreich sei schon eine Nummer härter.
Inzwischen hängen die neuen Plakate der AfD in Deutschland, die mit Hilfe einer Spende eines Ex-Funktionärs der FPÖ aus Österreich an die Partei finanziert wurden. Hier. „Anschluss“?
Das hilft nur noch Sachertorte mit Schlagobers!

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