Stuttgart, den 16. Juli 2025 Pressemitteilung
1.440 Geister-Lehrkräfte – Euer Ernst?!
- Landesschülerbeirat ist entsetzt über 1.440 Geister-Lehrkräfte
- Der LSBR hat bereits im August 2024 Unstimmigkeiten im Haushalt festgestellt
- Anfrage des LSBR hierzu blieb unbeantwortet
- Veraltetes System „DIPSY-Lehrer“ muss dringend ersetzt werden
- Aufbauplan ist richtige Entscheidung des Kultusministeriums
- Fokus des Aufbauplans muss auf den SBBZ, WRS, RS & GMS liegen
| Der Landesschülerbeirat (LSBR) zeigt sich entsetzt darüber, dass über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren rund 1.440 Lehrkräftestellen als besetzt galten, obwohl diese tatsächlich unbesetzt waren. Es ist nicht nachvollziehbar, wie Lehrkräfte über zwei Jahrzehnte hinweg in den Systemen geführt wurden, ohne jemals unterrichtet zu haben. „Baden-Württemberg hat über 20 Jahre hinweg 1.440 Geister-Lehrkräfte beschäftigt – dass das ein bloßes Versehen gewesen sein soll, ist für uns nicht überzeugend“, so Joshua Meisel, Vorsitzender des Landesschülerbeirats. Bereits im August 2024 hatte der LSBR Unstimmigkeiten bei den nicht abgerufenen Haushaltsmitteln im Kultusministerium festgestellt. Die daraufhin gestellte Anfrage blieb unbeantwortet. ( Hervorhebung AGORA-LA)Die heutigen Enthüllungen legen nahe, warum das Ministerium seiner gesetzlichen Informationspflicht gegenüber dem Landesschülerbeirat nicht nachgekommen ist. Ebenfalls hatte der LSBR gemeinsam mit anderen Interessenvertretungen im November 2024 einen zusätzlichen Bedarf von 1.500 Lehrkräftestellen festgestellt – eine Zahl, die erschreckend nah an den nun aufgedeckten 1.440 Geisterstellen liegt. Das vom Kultusministerium genutzte System „DIPSY-Lehrer“ ist veraltet und wird in keinem anderen Bundesland mehr eingesetzt. Der aktuelle Vorfall zeigt deutlich, dass dieses System nicht mehr den Anforderungen einer modernen Schulverwaltung entspricht und dringend abgelöst werden muss. Der vom Kultusministerium angekündigte Aufbauplan ist eine notwendige und richtige Reaktion auf die bekannt gewordenen Missstände. Innerhalb dieses Plans muss der Fokus jedoch klar auf jenen Schularten liegen, die vom Lehrkräftemangel besonders betroffen sind – allen voran den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ), Werkrealschulen (WRS), Realschulen (RS) & Gemeinschaftsschulen (GMS). Der Landesschülerbeirat des Landes Baden-Württemberg |
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