Bürgermeister Ole Münder
Bürgermeister Ole Münder verwies zu Beginn seiner Rede auf den Zukunftsforscher Dr. Daniel Dettling, dessen Prognosen für 2026 hier nachzulesen sind: „[. . . ] Zwei Drittel der Deutschen und drei Viertel der unter 45-Jährigen sind heute neugierig auf die Zukunft und gespannt, was der technologische Fortschritt mit sich bringt und verändert. Technologische Innovationen sind nicht mehr vor allem Autos und Maschinen, sondern Medizin, Pharma, Chemie, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Gentechnik. [ . . .]“


Weiter führte Bürgermeister Ole Münder aus:
Lassen wir uns doch von den jungen Leuten inspirieren und vom ehem. US-Präsidenten Barack Obama mit seinem aus meiner Sicht starken Satz:
„Die Zukunft gehört denen, die an die Schönheit ihrer Träume glauben.“
Wir in Langenargen glauben an die Schönheit unserer Träume gepaart mit Optimismus und Realismus. Klingt manchen zu pathetisch? Dann schauen wir mal auf das bislang Erreichte:
- Gemeindeentwicklungskonzept fortgeschrieben
- Noli-Platz
- Grundsteuer aufkommensneutral für die Gemeinde
- Verkehrskonzept weiter auf den Weg gebracht
- Neuer Imagefilm
- Friedhof Oberdorf
- Car-Sharing und Ladesäulen
- Digitalisierung
- Neue Markthütten
- Klimatisierung Zwergenhaus
- Energiebericht/PV Anlage beim Strandbad
- 20 Jahre Noli
- Uferfest: Sprungdienst komplett
Initiiert und fortgesetzt werden Projekte, die bis in das Jahr 2026 hineinreichen:
- Pflegeheimentwicklung
- Nahwärmestrategie
- Schlossgarage
- Schloss
- Anlegesteg
- 3-Feld-Halle
- Aussegnungshalle
- Bebauungsplan Rosenstock
- Feuerwehrhaus
- Machbarkeitsstudie für Trinkwasserverluste
- Bauturbo
- Haushalt für 2026 – Haushalts-u. Strategiekommission
- Algenteppich: regionale Betroffenheit!
- 35 Jahre Bois-le-Roi
- Interkommunale Zusammenarbeit
- DLRG-Heim
- Sportentwicklungskonzept
- Standort neuer Kindergarten
- 50 Jahre Museum Langenargen: Mitte Juni ist ein großes Fest mit Festakt geplant. Der Blick zurück: Eduard Hindelang hatte 1975 den Museumsverein gegründet und das Museum 1976 eröffnet. Heimische Künstler sowie hochkarätige Bestände namhafter Künstler haben dort ihren Platz. Ein neues Konzept soll neben Dauer- und Sonderausstellungen kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Vorträge ermöglichen.
Das ist nur ein Ausschnitt aus den Leistungen unserer Gemeinde. Denn nebenbei erhalten wir die gesamte gemeindliche Infrastruktur mit all ihren Angeboten wie Kinderbetreuung, Bauhofleistungen, Versorgung mit Wasser usw. auch noch aufrecht. Aber wir investieren nicht nur in Gebäude, nicht nur in technische Infrastruktur, sondern wir investieren auch
- in die öffentliche Sicherheit, in den Umweltschutz,
- in das Sozialwesen, die Kultur, den Tourismus, die Bildung
- und damit für alle Menschen in diesem Ort
- und damit für eine gute Zukunft für diesen Ort.
Nicht nur wir machen uns zukunftsfit, auch die Hotellerie in der ersten Reihe. Beeindruckendes aktuelles Beispiel: Das Hotel Engel. Andere werden folgen.
Denn genauso wie sie spüren wir alle den Strukturwandel. Auf allen Ebenen egal ob Bund, Land, Kommunen, Wirtschaft überall reißen gesellschaftliche Dehnungsfugen auf, erfordern neue Strukturen, erfordert neues Handeln. Der Gemeindetag – und nicht nur dieser – fordert sogar einen neuen Gesellschaftsvertrag.
Auch bei uns in der Gemeinde werden künftige Beschlüsse mehr Mut abverlangen als bisher, denn auch wir werden über Veränderungen reden und entscheiden müssen. Das machen wir selbstverständlich mit der Unterstützung von KI – Kommunaler Intelligenz.
Ich meine, dies ist uns in den vergangenen Jahren gut gelungen, wir haben uns auf den Weg gemacht. Daher sollte es uns gemeinsam auch künftig gut gelingen. Dafür Dank an alle Gemeinderatsmitglieder für ihren Einsatz. Wenngleich sie schon mal 1200 Seiten Sitzungsunterlagen lesen müssen. . . .
Aufgabe der Politik ist es, Vorschläge für eine gute Zukunft zu machen, das Gemeinsame zu suchen und zu unterstützen, Ehrenamt weiterhin zu fördern und zu stärken, denn das ist es, was diesen Ort stark macht, gleichzeitig für die Geduld zu werben, die für Veränderungsprozesse notwendig sein wird.
Danke nochmals an den Gemeinderat, an das gesamte Team im Rathaus, auf das ich mich immer verlassen kann, an alle Vereine, alle Institutionen hier in diesem Ort und unseren Einzelhandel und unsere Unternehmen im Ort, die Langenargen ebenfalls rund laufen lassen zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus der Politik auf allen Ebenen. Und last but not least natürlich ein großer Dank an unsere Musikschule, die nicht nur beim heutigen Anlass beweisen, wie wertvoll die Ausbildung unserer jungen Musikerinnen und Musiker ist.
Nach einer weiteren musikalischen Probe habe ich die Ehre drei verdiente Bürgerinnen und Bürger auszuzeichnen und hiernach das Wort an unseren Gastredner, Herrn Prof. Dr. Dr. Kruse zu übergeben, der uns seine Gedanken und Erkenntnisse unter der Überschrift „Sei was du bist, gib was du hast – ältere Menschen in Verantwortungsbezügen“.
Schließen möchte ich meinen Beitrag mit dem folgenden Satz:
„Das neue Jahr beginnt nicht mit Gewissheiten, sondern mit Hoffnung – und der Kraft, gemeinsam das Beste daraus zu machen.“
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