Gastbeitrag zur Gemeinderatswahl

von Patricia Jocham

Interessant ist, dass das Thema Transparenz und die Bereitschaft dem Mitbürger ein Ohr zu leihen bei CDU und bei FWV plötzlich großgeschrieben wird. Haben beide Parteien doch 5 Jahre Zeit und genug Stimmen im Gemeinderat gehabt, um genau diese Vorhaben umzusetzen.

Was ist passiert? 

Leider viel zu wenig. 

Stattdessen ärgerten sich manche Gemeinderäte von CDU und FWV über „einzelne“ Mitbürger und ein Internet -Forum, welche ihrer Meinung nach für schlechte Stimmung sorgen. Anstatt sich mal an der Nase zu fassen, ernsthaft und aktiv zuzuhören und sich auf gemeinsame Gespräche einzulassen, wurde ausführlich in diversen Gemeinderatsitzungen persönlich gekränkt lamentiert, beleidigt, die scheinbar zugefügten Wunden geleckt und leider nicht verstanden, dass es hier um die Entwicklung unseres „Städtle“ und nicht um die eigene Persönlichkeit geht.  

Wer mit solchen Befindlichkeiten im Gemeinderat sitzt, ist meiner Meinung nach am falschen Ort. 

Hier braucht es Menschen, die bereit sind Meinungsunterschiede auszuhalten und sich in einer Auseinandersetzung zum Wohle eines bestmöglichen Ergebnisses zu gelangen nicht zu schade sind. 

Jetzt aber einen Wahlkampf zu betreiben, der Dinge verspricht, die genau von diesen Parteien nicht erbracht wurden, ist schon dreist.

Dieser bürgernahe Aktionismus erscheint mir wenig glaubwürdig. 

„Wer ein weiter so“ will muss also genau die beiden Parteien unterstützen. Wem es zu wenig ist, der ist mit der Offenen Grünen Liste gut beraten.

Bürgernah wäre es unter anderem auch ,wieder Leserbriefe, die selbstverständlich auch kritisch sein dürfen, im Montfortboten zuzulassen.

https://www.forum-langenargen.de/Wahlen_2019_2020/