Erkenntnisse


Teil 2

Hier die Antworten aus der Verwaltung vom 6.2.2020:

Sehr geehrte Frau Krieg,

vielen Dank für Ihre Presseanfrage, die wir Ihnen gerne beantworten. Gerne wollen wir zur Versachlichung des Themas beitragen. Hierzu haben wir Kontakt mit unserem Ortsbauamt aufgenommen. Zu Ihren Fragen kann ich Ihnen folgende Antworten zukommen lassen: Aus Vereinfachungsgründen füge ich die Antworten unterhalb Ihrer Fragen ein.

Es grüßt Sie

Ihr

Klaus-Peter Bitzer, Leiter des Hauptamtes

. . .und weiter mit den Fragen von AGORA und den Antworten der Verwaltung:


1.    Sind diese Stammbänke mit  Insektenschutzmittel gegen Borkenkäfer behandelt und  gibt es  überhaupt  einen  solchen Befall, von dem im Netz Fotos  existieren ?

Die Stammbänke sind laut Auskunft durch das Ortsbauamt nicht mit Insektenschutzmittel gegen Borkenkäfer behandelt. Ein Befall mit Borkenkäfer ist uns nicht bekannt. Die Stammbänke sind, wie auch deutlich zu sehen ist, ohne Rinde. Insofern kann ein Borkenkäferbefall eigentlich nicht vorhanden sein. Sofern an den Stammbänken Spuren sein sollten, so rühren diese vermutlich vom früheren Standort der Bäume her.

2.    Zur Vorgeschichte: warum  hat man diese  Stammbänke  in so großer  Zahl installiert, warum  wurde  keine  Hecke oder ein weniger  massiver  Zaun gesetzt?

Die Stammbänke sind als Einfahrschutz für das Gelände installiert worden. Auf eine Hecke oder einen Zaun wurde verzichtet, da das Gelände visuell geöffnet werden sollte und weil gewährleistet werden sollte, dass sich Klein- und Kleinstlebewesen von der einen Seite des an die Straße angrenzenden Geländes zur anderen Seite des angrenzenden Geländes bewegen können.

3.    Wurde diese Installation  auch in Absprache der Baurechtsbehörde, dem  LRA und  dem  privaten Naturschutz abgesprochen?

Eine Absprache mit der Baurechtsbehörde und dem privaten Naturschutz muss hier nicht erfolgen. Mit dem LRA wurde die Maßnahme nicht konkret abgesprochen, allerdings kam der Vorschlag für die Stammbänke aus einem Gespräch mit dem LRA heraus.

4.    Welche Kosten aus an welcher Haushaltsstelle sind hierfür entstanden?

An Kosten sind ca. 1.603,76 € entstanden. Diese sind im Ergebnishaushalt der Gemeinde Langenargen abgebildet unter dem Sachkonto 4212000 Unterhaltung des sonstigen unbeweglichen Vermögens, beim Kostenträger Parkierungseinrichtungen, da es sich ja um einen Einfahrschutz handelt.

Es gab soeben noch ein Telefonat mit Herrn Bitzer und AGORA. Er erklärte auf Nachfrage, dass die Stammbänke seitens der Gemeinde hergestellt wurden. Sie wurden aus gelieferten Stämmen bearbeitet. Die hohe Zahl und ihr massiver Zustand seien nötig, damit keine Fahrzeuge dort parken oder gar auf die Wiese fahren.

Soweit also die Hintergründe. Die mündige Leserschaft möge sich nun ein eigenes Urteil erlauben. AGORA meint dazu: Eine bessere Kommunikation wäre schon wünschenswert. Kaum jemand hatte mit derart massiven Einfahrsperren gerechnet. Aber die Balken sind alle verschraubt. Sie sind mobil. Man könnte sie auch noch anderweitig benutzen. Vielleicht als Bänke? Aber nein, dann würde einem ja der ein oder andere Käfer oder andere Kleinstlebewesen in die Hosentasche krabbeln. Es reicht jetzt, wir haben andere Baustellen!

Aber wenn es der Wahrheitsfindung dient !