Nachgefragt


Schlossgespenster

Nachdem in einigen Zuschriften und Gesprächen die Vermutung geäußert wurde, dass Teile der Schlossmauer bereits so marode waren, dass sie vielleicht ohne Fremdeinwirkung ins Wasser gefallen sein könnten, hat AGORA eine Presseanfrage an den zuständigen Architekten dazu gemacht. Sie veröffentlicht zur Versachlichung des Themas die wichtigsten Passagen seiner Antwort:


[ . . .]Die Mauer ist sanierungsbedürftig, aber nicht einsturzgefährdet. Detaillierte, immer wieder aktualisierte Gutachten liegen vor, die Sanierung der Ufermauer ist in 2 Abschnitten geplant.Es hängt im Moment an den Bewilligungen der beantragten Zuschüsse.Lediglich die 3 Erker sind seit Monaten vorsorglich gesperrt wegen Setzungen/Kippung der Kragplatten nach außen.Aus keinem Gutachten geht hervor, daß Einsturzgefährdung der anderen Mauerteile besteht, sonst wären diese selbstverständlich schon vorher durch die Gemeinde oder die Denkmalfachbehörden gesperrt worden.

Von selbst stürzen die tonnenschwere Brüstungsteile trotz begutachteter und registrierter Oberflächenschäden nicht ab.

Es braucht große horizontale Kräfte zum Herauslösen aus dem Verband.Sturm- oder Wettereinflüsse scheiden definitiv aus. [. . .]Soweit die Fakten.Mit großer Sorgfalt und Verantwortung gehen die Gemeinde als Eigentümer und die beauftragten Fachleute bisher mit dem Objekt um.

Mit freundlichen Grüßen

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Dipl.-Ing. Freier Architekt BDB | Rosenstraße 46 | D-88085 Langenargen am Bodensee

Anmerkung AGORA: Es ist Sache der Polizei den Sachverhalt aufzuklären. Bis dahin verbieten sich weitere Mutmaßungen. Es ist zu hoffen, dass die Verwaltung zu dem Thema zeitnah Stellung nimmt. AGORA hält die Leserschaft dazu weiter auf dem Laufenden. 12.58 Uhr, 27.4.2020