Nachzügler


Wahlkämpfer Martin Hahn von den GRÜNEN

AGORA hatte hier Presseanfragen an die WahlkämpferInnen gestellt. Nun erreichen die Antworten von Martin Hahn etwas verspätet AGORA.

1.Welche Bemühungen unternehmen Sie als Vertreter*innen und Kandidaten für die Landtagswahl der Parteien die Impfrate zu erhöhen?

Wir müssen alle fürs Impfen werben. Bald werden wir viel mehr Impfstoff haben. Der Hersteller AstraZeneca stand zu unrecht in der Kritik, weil er angeblich mehr Nebenwirkungen verursachen und weniger wirksam sein sollte. Als mich die Nachricht erreichte, dass deswegen Impfstoff von AstraZenec ungenutzt in Kühlschränken lagerte, hat mich schockiert. Das darf nicht sein. Deswegen stehe ich hinter der Entscheidung, dass Baden-Württemberg die Liste der Personen unter 65 Jahren, die sich ab sofort mit dem AstraZeneca-Impfstoff impfen lassen können erweitert hat. Impfberechtigt sind seit Ende Februar jetzt auch Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen oder wenn sie zum Beispiel enge Kontaktpersonen von Schwangeren, Vorerkrankten und Pflegebedürftigen sind.Lehrer*innen, Erzieher*innen und Polizist*innen können sich impfen lassen und das ist gut so.

Das Land erhält bis Mitte März rund 450.000 Dosen Impfstoff von AstraZeneca, und die Liefermengen werden schnell weiter ansteigen. Das bedeutet nach Aussage von Sozialminister Manne Lucha: Das Land kann im Verlauf der nächsten Wochen jeder und jedem Berechtigten, die oder der das möchte, ein Impfangebot machen.

Seit heute ( 4.03.2021,Anm. AGORA) haben wir noch einmal eine neue Situation und das ist vor allem für noch ungeimpfte ältere Menschen eine gute Nachricht. Angesichts der außergewöhnlichen Situation teilte die Ständige Impfkommission STIKO vorab mit, dass sie beschlossen hat, die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff für alle Altersgruppen zu empfehlen. Die Entscheidung der STIKO beruht laut Robert-Koch-Institut auf einer intensiven Analyse und Bewertung von neuen Studiendaten, die erst innerhalb der vergangenen Tage als Vorab-Publikationen verfügbar wurden. Die Daten, die in England und Schottland erhoben wurden, liefern erstmals robuste Ergebnisse zur guten Wirksamkeit des Impfstoffs in höheren Altersgruppen bereits nach einer Impfstoffdosis. Die Wirksamkeit wurde in Bezug auf die Verhinderung von COVID-19-Erkrankungen und insbesondere auch in Bezug auf die Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe eindrücklich belegt. Das ist wirklich eine gute Nachricht. Ich kann nur allen, die sich impfen lassen können, raten, das Angebot anzunehmen.

2.Welche Bedeutung hat das Thema Impfen im Bodenseekreis für Sie?

Impfungen sind fundamental wichtig für den Infektionsschutz und damit für gesellschaftlich gelebte Solidarität. Ich wünsche mir eine hohe Impfquote im Bodenseekreis. In der Steigerung der Produktion von Impfstoffen gegen Covid-19 sehe ich eine essentielle Möglichkeit zur erfolgreichen Überwindung der uns allen so zermürbenden Pandemiesituation. Unsere Impfstrategie steht auf einem stabilen Fundament. In Baden-Württemberg wurden im ganzen Land Impfzentren geschaffen, um möglichst schnell viele Menschen gegen das Corona-Virus impfen zu können. Neben den neun großen Zentralen Impfzentren wie in Ulm sind auch die 50 Kreisimpfzentren in allen Stadt- und Landkreisen, darunter das in Friedrichshafen, in Betrieb gegangen. Zusätzlich sind mobile Teams unterwegs, die Menschen impfen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Die Infrastruktur steht! Wir als Land haben genauso wie der Landkreis unsere Jobs gemacht. Mittelfristig und hoffentlich möglichst bald, schon Ende März müssen auch unsere Haus- und Facharztpraxen beim Impfen mit einsteigen. Ich sehe die Impfung als „Game Changer“ in der Corona-Pandemie.

3. Wissen Sie, welcher Impfstoff im Moment im Bodenseekreis verimpft wird?

Das spielt keine Rolle, da mRNA-Impfstoffe und AstraZeneca nach meiner Einschätzung gleichwertig sind – da höre ich auf die Virologen. Sobald nach der STIKO-Empfehlung auch noch die Verordnung da ist, könne alle Imfpfstoffe an alle Impfwilligen, unabhängig vom jeweiligen Alter verimpft werden. Das ist ein entscheidender Vorteil.

4. Sehen Sie eine Möglichkeit, den AstraZeneca- Impfstoff, der an manchen Stellen des Landes übrig ist, für den Bodenseekreis zu organisieren?

Alle verfügbaren Lieferungen gehen nach ihrem Bevölkerungsanteil an die Bundesländer. In Baden-Württemberg werden die zugeteilten Impfdosen dann gleichmäßig auf die Impfzentren verteilt. Ich glaube nicht, dass momentan irgendwo Impfstoff übrig ist. Wir sollten uns unbedingt an die Impfreihenfolge halten. Es gibt in allen Kreisen Berechtigte, die noch nicht geimpft sind. Ich halte nichts davon, Impfstoff von einem Impfzentrum in ein anderes zu transportieren. Es kommt darauf an, dass wir insgesamt mehr Impfstoff zur Verfügung haben. 

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