Wasserspiele im Museum Langenargen


Presseführung gestern

Ein wunderbarer Termin im Museum Langenargen nach all den düsteren Bildern der letzten Tage aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine!

Die neue Ausstellung : „Fritz Steisslinger, Faszination Wasser“. Ein Pressetermin, zu dem Priv.Doz. Ralf Michael Fischer die PresseverterInnen vorab eingeladen hatte.

„Das Element Wasser fasziniert durch seine Unbeständigkeit und die Vielfalt seiner Erscheinungsformen. Es gilt als Symbol des Lebens, der Lebenskraft, der Erneuerung und Reinigung und bietet darüber hinaus spannende Möglichkeiten zur künstlerischen Auseinandersetzung mit Farbe, Licht und Atmosphäre“, so heißt es in dem Flyer zur Ausstellung.

Foto AGORA-LA: Wasser in anderer Form : Schnee im Engadin, Fritz Steisslinger

Die Bilder der Dauerausstellung wurden unter dem Leitmotiv Wasser neu gehängt. So hängen nun alte Bekannte des Museums wie André Ficus, Karl Caspar und Maria Caspar-Filser sowie Jan Balet, Dieter Groß, Julius Herburger, Karl Hurm und Christian Landenberger thematisch neu geordnet zwischen den variantenreichen Bildern von Fritz Steisslinger. Ein Maler, der Wasser nicht nur am Bodensee gemalt hat. Sein Haus in Böblingen hat er nämlich oft verlassen, um beispielsweise nach Brasilien zu reisen. Auch dort spielte er immer wieder mit dem Thema Wasser.

Seine Pinsel tunkte er häufig-passend zum Thema- in Farbe und Wasser. So entstanden auf dem Papier „Wasserbilder“, also Aquarelle. Er wusste jedoch auch den Pinsel mit Ölfarbe zu führen.

Foto AGORA-LA: Die Mischung macht’s: Die Palette des Künstlers

Hier kann man sein Haus in Böblingen virtuell besuchen:

Variantenreich sind seine Motive. „Zu Recht gilt er als Vertreter der ‚verschollenen Generation‘ von ‚expressiven Realisten‘, die aufgrund der Nazizeit und der Dominanz ungegenständlicher Kunst nach 1945 lange Zeit vernachlässigt wurden. In der Ausstellung kann man sich jedoch davon überzeugen, dass Steisslingers stilistische Bandbreite weit über kunsthistorische Schubaden hinausreicht.“ So liest man in dem Ausstellungsflyer. Beim Rundgang sagte Priv.Doz. Ralf Michael Fischer in Bezug auf die Nazizeit: Er galt nicht als „entartet“, er lehnte die Nazis ab und flog sozusagen unter dem Radarschirm in dieser dunklen Zeit, erläuterte Fischer.

Kleiner Hinweis. Es gibt eine kleine Anspielung auf einem Bild aus dem Jahr 1933, das den Hafen in Lindau mit einem kaum sichtbaren Hinweis auf diese beginnende braune Zeit zeigt.

Foto AGORA-LA: Lindauer Hafen 1933, Fritz Steissler

Das Museum weckt mit seinen frisch gestrichenen Wänden Frühlingsgefühle: Das Sonnenlicht fällt in die Räume, die Bilder der neuen Hängung bewirken so mit ihren Farben beim Betrachter ein wohlig warmes Gefühl: Eine Empfehlung für die beginnende Saison. Der Besuch lohnt sich, vielleicht auch mehrmals.  

Wer Mitglied im Museumsverein ist, kann übrigens immer wieder den Bildern einen Besuch abstatten. AGORA-LA ist schon lange Mitglied. So, das war der Werbeblock!

Ach, beinahe hätte ich noch etwas vergessen: Die„Pötte“! Ich meine natürlich die Jardinièren. Sie wissen schon: die aus der Rumpelkammer. Sie stehen jetzt gut gesichert in einer Vitrine, leider ein wenig abseits am Treppenaufgang. Zumindest zwei davon. Für alle drei ist Vitrine zu klein! Schade! Vielleicht findet sich ja mit Hilfe von edlen SpenderInnen eine Vitrine, in die alle drei Jardinièren passen?

Foto AGORA-LA: Nur zwei. . . Pötte

Die Ausstellung wird am kommenden Sonntag eröffnet. Nähere Infos hier und hier.

Hinweis: Alle Bilder sind mit Genehmigung des Museums Langenargen veröffentlicht worden.

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