Recherche zu einem AfD- Geheimtreffen (aktualisiert um 18.44 Uhr)
AGORA-LA hat gestern Abend eine Mail bekommen, deren Inhalt auf den ersten Blick eher nicht in die Rubrik „Lokales“ zu gehören scheint. CORRECTIV.Lokal schreibt jedoch, dass der Inhalt bundesweit Relevanz hat und über das rein Lokale hinausgeht. Wie sehr die AfD Lokales beeinflusst, war zuletzt hier, hier und hier auf AGORA-LA nachlesbar.
Hier kommt die gesamte Recherche direkt von CORRECTIV.Lokal:
Geheimtreffen: Einflussreiche AfD-Politiker planen mit Geldgebern und Neonazis Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland
In einem Hotel bei Potsdam trafen sich im November einflussreiche AfD-Politiker – darunter der persönliche Referent Alice Weidels – mit Neonazis und potenziellen Geldgebern. Sie entwarfen eine Strategie für die „Remigration“ von Millionen von Ausländern aus Deutschland und Menschen mit deutschem Pass. Das Treffen könnte die Debatte um ein AfD-Verbotsverfahren auf Bundesebene neu beleben.
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Titelbildinformation: (c)CORRECTIV
Auch das ZDF berichtet bereits hier.
Aktualisierung, 10.1.2024,16.55 Uhr
Das Making-Of von CORRECTIV finden Sie hier.
Aktualisierung , 10.1.2024, 18.31 Uhr
Erste Konsequenzen gibt es schon hier mit einer Pressemitteilung von Hansimglück- Burgergrill:
HANS IM GLÜCK GESELLSCHAFTERKREIS TRENNT SICH MIT SOFORTIGER WIRKUNG VON GESELLSCHAFTER DR. HANS-CHRISTIAN LIMMER
Reaktionen aus der Politik zitiert Anette Dowideit, die stellvertretende Chefredakteurin von CORRECTIV im Thema des Tages „[. . . ] Auch andere Reaktionen kamen schnell: Der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter sagte, ein etwaiges Verbotsverfahren müsse „rasch geprüft“ werden, und der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Konstantin von Notz sprach von „menschenverachtenden Plänen“ bei dem Treffen.[. . . ]“
Dort wird auch die Redaktion der AfD beschrieben: „Nachdem der Bundesvorstand erst einmal gar nicht auf unsere Fragen reagiert hatte, sondern uns lediglich der AfD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Siegmund aus Sachsen-Anhalt über einen Anwalt schreiben ließ, er erinnere sich anders an die Aussagen beim Treffen (die wir aber aus unseren Quellen sehr genau kennen), versuchte die AfD heute bei Facebook, der entstandenen öffentlichen Debatte einen anderen Dreh zu geben. Remigration ja, schreiben sie dort – aber nur kriminellen Migranten solle der Pass entzogen werden. Genau das wurde aber unserer Recherche zufolge bei der Zusammenkunft anders beschrieben. Die dortigen Pläne würden Millionen von Menschen betreffen [. . . ]“