AfD-Redner in Lindau 2021: Petr Bystron
Es lohnt der Blick zurück: Es gab einen Rosenmontagevent der AfD zu Coronazeiten 2021 in Lindau. Hier hatte AGORA-LA darüber berichtet. Warum dieser Rückblick?
Damals ging es um den AfD – Abgeordneten Petr Bystron, dem zusammen mit seinem Fraktionskollegen Udo Hemmelgarn durch den AfD Vorstand für drei Monate das Rederecht im Bundestag entzogen wurde. (vgl .hier) Sie hatten damals Personen ins Reichstagsgebäude eingeladen, die andere Abgeordnete bedrängt hatten. In Lindau durften sie sich in der Inselhalle versammeln und reden. AGORA- LA hatte sich in dem Zusammenhang an die Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons von Lindau gewandt, um zu erfahren, warum Bystron in Lindau trotz Redeverbots sprechen durfte.
Heute nun steht derselbe Petr Bystron unter Verdacht, im Zusammenhang mit Berichten über eine russische Desinformationskampagne Geld angenommen zu haben. Er ist immerhin die Nummer 2 hinter Maximilian Krah auf der Liste der AfD zur Europawahl. Inzwischen hat sich wohl der AfD -Vorstand heute nach einer Befragung von Bystron hinter ihren Parteikollegen gestellt. Hier
Gleichzeitig ergab eine aktuelle Recherche von CORRECTIV hier, dass „die AfD auf allen Ebenen Mandatsträgerinnen und -träger duldet, die mit körperlicher, verbaler oder indirekter Gewalt aufgefallen sind – viele trotz Verurteilung. Darunter sind mehrere Landtags- und Bundestagsabgeordnete.“
Das ZDF fasst das Thema hier zusammen: „ [ . . ]28 Politiker und Politikerinnen, die mindestens in erster Instanz verurteilt wurden, 14, die weiter für die AfD tätig sind. Vom Bezirksverordneten bis zum Bundestagsabgeordneten. Vom Faustschlag bis zum Fahren mit dem Auto in Gegendemonstranten. Das sollte man im Kopf behalten, wenn Dienstag die Kritik an der Kriminalitätsrate in Deutschland laut wird.“
Der Kopf sollte also die Hand beim Kreuzchen machen in der Wahlkabine an diese Berichte erinnern!

Morgen gibt es eine hier eine aktuelle Debatte zum Thema im Bundestag
Kommentar verfassen