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Flucht und Asyl: Aktueller Lagebericht für den Bodenseekreis und März-Rückblick

Im März 2024 hat der Bodenseekreis 39 geflüchtete Menschen aufgenommen (Vormonat: 44). Für April rechnet die Kreisverwaltung mit der Ankunft von rund 50 Personen. Die aktuell vergleichsweise niedrigen Aufnahmezahlen erklärt die Kreisverwaltung mit dem erfahrungsgemäß saisonalen Rückgang von Ankünften in den Landeserstaufnahmezentren im Winter sowie mit organisatorischen Gründen bei der Weiterverteilung der Menschen durch das Land. 

Anfang April lebten 1.216 Menschen in den Gemeinschafts- und Notunterkünften des Landkreises (Vormonat: 1.249). Aktuell sind 3.115 Menschen aus der Ukraine bei den drei Ausländerbehörden im Bodenseekreis als Kriegsgeflüchtete gemeldet (Vormonat: 3.111).

Der Bodenseekreis betreibt derzeit über den Landkreis verteilt an insgesamt 26 Standorten reguläre Gemeinschaftsunterkünfte für geflüchtete Menschen. In dieser sogenannten vorläufigen Unterbringung wohnen die Menschen in Mehrbettzimmern mit Gemeinschaftsküchen und -bädern. Aktuell sind das 924 Personen (Vormonat: 914). Wegen der großen Zahl der zu versorgenden Menschen aus aller Welt reichen die Kapazitäten in den regulären Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises nicht aus. Deshalb muss der Kreis viele Menschen in Notunterkünften in provisorisch hergerichteten Sport- und Gewerbehallen beherbergen. Aktuell leben insgesamt 278 Menschen in fünf solcher Notunterkünfte (Vormonat: 277). 

Aus den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises (sogenannte vorläufige Unterbringung) ziehen die Menschen spätestens nach zwei Jahren wieder aus, in der Regel aber früher. Dann sind laut Flüchtlingsaufnahmegesetz die Städte und Gemeinden gefordert, Unterkünften zu organisieren, sofern die Betreffenden das nicht selber schaffen. 

Informationsportale des Landkreises für Geflüchtete und Menschen, die helfen wollen:

www.bodenseekreis.de/ukraine-flucht

Ergänzungen AGORA-LA:

Wie die Gemeinde und der Bodenseekreis mit der Unterbringung Geflüchteter umgeht, lesen Sie aktuelle hier. Das Thema ASYL in LA war für AGORA-LA mit eine Gründungsmotivation in der Kommune Öffentlichkeit für die Menschen und ihre Lebensumstände zu schaffen. Auch wenn sie hier schon lange leben und kein Wahlrecht haben, sollten sie als Bewohner der Kommune auch im beginnenden Kommunalwahlkampf gesehen werden und ihre Lebensumstände wahrgenommen werden.

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