Bürgermeister im Kreistag

Doppelrollen

Es ist nicht in allen Bundeländern (z.B. Niedersachsen) erlaubt, dass amtierende Bürgermeister für den Kreistag kandidieren dürfen. Es gibt ein Für und Wider. Hier. In Niedersachsen beispielsweise hat ein Bürgermeister dagegen geklagt.Hier. Es gibt Stimmen, die einen Interessenkonflikt sehen, wenn ein Bürgermeister Entscheidungen im Kreistag nicht unbefangen mit möglicherweise vorteilhaftem Blick auf seine Gemeinde treffen kann.

Nun ist im letzten Montfort- Boten (MOBO)im Anzeigenteil der Aufruf des ehemaligen Kreistagsmitgliedes Charlie Maier  (SPD) zu lesen: „42% der Stimmen, die 2019 in Langenargen zur Kreistagswahl abgegeben worden sind, entfielen auf auswärtige Kandidatinnen und Kandidaten.
Erstmals bewirbt sich 2024 der Bürgermeister nicht um ein Kreistagsmandat. Unterstützen Sie deshalb bitte umso mehr die Langenargener Bewerberinnen und Bewerber, damit unsere Gemeinde angemessen im Kreistag des Bodenseekreises vertreten sein wird.“

Der SÜDKURIER hat hier in der letzten Woche darüber geschrieben und lässt u.a. Bürgermeister Ole Münder (parteilos)zu Wort kommen:

[. . . ] „, Ich kandidiere dieses Mal nicht für den Kreistag, weil es gilt, sämtliche Aufmerksamkeit den Herausforderungen in der Gemeinde zu widmen„‘, erklärt Münder seine Position. Was in Langenargen an Aufgaben in aller Komplexität zu stemmen ist, sei anspruchsvoll genug. Die Gemeinde will und muss Flächen für Wohnen oder ein neues Pflegeheim entwickeln, ein neues Feuerwehrhaus bauen oder das Schloss sanieren. Seine Energie brauche er für Langenargen, sagt der Bürgermeister. [. . . ]“. So der SÜDKURIER.

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