Bürgergeld als Grund?
Die Überschrift der Schwäbischen Zeitung vom 2.11.2024 hier lautet : „Vorwurf gegen Ampel: Krankenkassenbeiträge steigen wegen Bürgergeld“
In der Printausgabe fehlt der Satz: „Vorwurf gegen Ampel“, so dass man meinen könnte, dass nämlich die Beiträge allein wegen des Bürgergeldes steigen. Diese Aussage ist jedoch verkürzt.
AGORA-LA hat mal woanders nachgelesen, z.B. im FOCUS, der die komplizierten Mechanismen um die Beiträge der gesetzlichen Kassen recht gut erklärt. HIER.: „[. . . ] Dass der Bund für Bürgergeldempfänger zu wenig Geld an die Krankenkassen überweist, ist lange bekannt. 9,2 Milliarden Euro fehlen im Jahr 2024, errechnete im Mai dieses Jahres das Forschungsunternehmen IGES laut Ärzteblatt. [. . . ]“ Es lohnt sich den gesamten Beitrag, der ohne Bezahlschranke zugänglich ist, dort zu lesen. Weiter unten heißt es: „[. . . ] Dieser Wert liegt sogar etwas unter dem Fehlbetrag, den IGES in einer ähnlichen Studie für das Jahr 2016 errechnete. Damals waren es 9,5 Milliarden Euro. Das liegt vor allem daran, dass heute weniger Menschen Bürgergeld beziehen als im Jahr 2016 den Bürgergeld-Vorgänger Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bekamen.[. . . ]“
Alles nicht so einfach! Dass Bürgergeldempfänger an den höheren Beiträgen schuld seien, dürfte zu einfach sein. So werden wieder einmal Teile der Bevölkerung stigmatisiert.
Statistik zu den aktuellen Zahlen der Bürgergeldempfänger finden Sie hier.
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