Gedenkveranstaltung Volkstrauertag

Viele Besucher im Münzhof

Es gab in diesem Jahr ein anderes Konzept, um in unserem Ort den Gedenktag zu begehen. Zwar traf man sich wie immer am Ehrenmal am Friedhof, allerdings wurde die Rede des Bürgermeisters erst im Anschluss an den Marsch zum Münzhof gehalten. 

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Dort hielt Bürgermeister Münder seine Rede vor großem Publikum und zeigte sich erfreut über die Teilnahme so vieler „Zivilisten“, deren vermeintliche Abwesenheit zuvor ein älterer Herr ihm gegenüber beklagt hatte.

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Edouard Golenser mit freundlicher Genehmigung

Nein, die Franz-Anton -Maulbertsch-Schule hatte tatsächlich zur Durchmischung und Verjüngung der zivilen Besucher beigetragen: Mit einem Friedensprojekt, das die Kinder über Wochen klassenübergreifend in der Schule durchgeführt hatten. Dafür bedankte sich Bürgermeister Münder herzlich.

Aber zunächst zitierte Bürgermeister Münder Willy Brandts berühmten Satz: „Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.“ 

Man lebe hier in unserem Ort in Frieden, während um uns herum Kriege tobten. Dieses riesige Gück sei nicht selbstverständlich. „ Frieden ist verletzlich. Das dürfen wir niemals vergessen, wir müssen auf ihn aufpassen.“ Unterschiedlich  Meinungen und  kontroverse Diskussionen gehörten als Kern der Demokratie dazu, aber dieser Kern werde angegriffen von Strömungen, die Hass und Hetze verbreiteten, so der Bürgermeister und weiter sagte er: 

Wir denken heute an die Opfer von Gewalt  und  Krieg, an Kinder, Frauen  und  Männer aller Völker. Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen  oder danach  in Gefangenschaft , als  Vertriebene und  Flüchtlinge ihr  Leben verloren. Wir gedenken derer derer, die verfolgt  und  getötet wurden, weil einem anderen  Volk  angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet  wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Lebensweg wegen  einer  Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde. Wir gedenken derer, die um Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewalt Herrschaft geleistet haben, derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten. Wir trauernum die  Opfer  der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die  Opfer von Terrorismus und  politischer Verfolgung , um die  Bundeswehrsoldaten und deren Einsatzkräfte, die  im Auslandseinsatz ihr  Leben verloren. Wir gedenken auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt Opfer geworden sind. Wir gedenken der Opfer von Terrorismus und Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserem Land. Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten und teilen ihren Schmerz. Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern. Unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und  in der ganzen Welt.“

Danach waren die Kinder der FAMS mit einem Lied zu hören. Hannah Eder aus dem Kollegium der FAMS  berichtete zuvor über die gemeinsame Arbeit mit den Kindern zur Vorbereitung  dieses Gedenktages. Sie zitierte aus dem Kindermund eines Schülers „Frieden ist: ein Eis auf einer Sommerwiese essen.“ Ganz einfach!

Johanna Eder

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Es war eine gute Idee, diesen Gedenktag einmal anders zu gestalten-gerade in diesen Zeiten! Im Moment leben 420 Millionen Kinder im Krieg. Vielleicht können irgendwann einmal alle Kinder dieser Welt auf einer Wiese im Sommer ohne Angst vor Bombenterror ihr Eis schlecken. . . .

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