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CORRECTIV: Die Idee mit dem „Abschiebeticket“ aus dem Spotlight -Newsletter

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Auf dem Parteitag in Riesa sorgten nicht nur die Dammbrüche um die AfD-Vorsitzende Alice Weidel für Wirbel (Stichworte „Remigration“ und „Alice für Deutschland“). Auch das von der AfD Karlsruhe erstellte Werbematerial beschäftigt die Öffentlichkeit – das „Abschiebeticket“, ausgestellt als Einweg-Ticket (One-Way-Economy). 

Pikant daran: Dieser Flyer im Stile eines echten Flugtickets hat unrühmliche historische Vorläufer. Eine ganz ähnliche Aktion gab es 2011 und 2013 von der rechtsextremen NPD(heute Die Heimat), die ihrerseits mit imitierten Flugtickets gegen Eingewanderte hetzte. Unter anderem verschickte die Partei diese Tickets 2013 an Politikerinnen und Politiker mit Migrationshintergrund in Berlin, um sie von einer Kandidatur zum Bundestag abzuhalten. Das Vorbild dieser Aktion reicht aber noch weiter in düstere Zeiten zurück. 
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts – besonders in den 1920ern und 1930ern – hetzten rassistische und antisemitische Gruppen mit imitierten Zugtickets gegen Jüdinnen und Juden. Die „Freifahrkarte nach Jerusalem“ oder auch Palästina sollten ihre Adressaten symbolisch vertreiben. „Hin und nicht wieder zurück“, wie darauf vermerkt ist.   

Laut AfD sei aber alles gar nicht so schlimm, schließlich stünden auf der Rückseite Forderungen, die „der aktuellen Rechtslage und dem Grundgesetz entsprechen.“ So gehe es etwa nicht um deutsche Staatsbürger. Doch diese Beschwichtigung wirkt schwach.

So verbreiten AfD-Anhänger vor allem die Vorderseite im Netz. Zudem finden sich auch auf der Rückseite Rechtsaußen-Parolen wie „Keine Islamisierung!“. Und auch die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Volksverhetzung aufgenommen. 

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