SPD startet an Dreikönig ins Wahlkampfjahr
Die SPD im Bodenseekreis ist mit der traditionellen Veranstaltung an Dreikönig in das politische Jahr 2025 gestartet. Erstmals seit 5 Jahren kamen die Genossinnen und Genossen wieder im Langenargener Münzhof in Präsenz zusammen. Die Veranstaltung stand dabei unter den Zeichen der anstehenden Bundestagswahl.
Nach der Begrüßung der Gäste durch Britta Wagner, SPD-Ortsvereinsvorsitzende für Kressbronn, Langenargen und Eriskirch, sprach Bürgermeister Ole Münder für ein Grußwort. Dieser forderte von der Politik, die Kommunen bürokratisch zu entlasten und wirtschaftlich stärker zu unterstützen. Es könnten nicht ständig neue Erwartungen bei den Menschen geweckt werden, was die Kommunen alles leisten müssten, ohne zu erklären, wie dies zu finanzieren sei. Dabei hob er hervor, wieviel die Menschen der Region leisteten und dass es Grund zur Zuversicht gebe.
Als Hauptredner skizzierte SPD-Bundestagskandidat Leon Hahn die zentralen Herausforderungen für unser Land. „Die Menschen müssen stärker entlastet werden. Niemand sollte Angst vor dem nächsten Einkauf, der Miete oder der nächsten Tankfüllung haben“, so Hahn. Deshalb wolle er im Bundestag dafür arbeiten, 95% der Menschen steuerlich zu entlasten. „Gerade die Menschen hier am See spüren die teuren Mieten und die inflationsbedingt gestiegenen Preisen sehr stark“, so Hahn.

Der Kreis-Chef der SPD, der selbst in der freien Wirtschaft tätig ist, betonte, dass es nun Mut und Investitionsbereitschaft benötige, um wieder wirtschaftlich auf Wachstumskurs zu kommen. „Wir haben uns zu lange auf dem bisherigen Geschäftsmodell ausgeruht. Wir müssen jetzt gerade die Unternehmen im Automobilbereich unterstützen, wettbewerbsfähig zu werden. Jeder 7 Job in Deutschland hängt davon ab“. Dafür müssten Netzentgelte für Energie sinken und es müsse gelingen, durch den Deutschland-Fonds und Made-in-Germany-Bonus sicherzustellen, dass der Wechsel hin zu neuen Technologien gelinge. „Dafür sind Investitionen unerlässlich. Wer sich keine neuen Schulden im Haushalt dadurch erkauft, indem er anders als alle anderen großen Volkswirtschaften nicht investiert und Bildung und Infrastruktur unterfinanziert, der handelt zulasten kommender Generationen. Wir müssen die Schuldenbremse reformieren“, so Leon Hahn weiter.
Das Thema Renten und Einkommen, ist dem 33-jährigen, der sich beruflich um Betriebsrenten kümmert eine Herzensangelegeneheit. „Wir konnten in der Vergangenheit die Menschen nicht davon überzeugen, unser Steuersystem nachhaltig zu reformieren“, bemängelt Hahn. Zu oft habe die Politik Vertrauen verspielt, etwa bei der Erhöhung der Mehrwertsteuer. „Wir sagen konkret, wie wir durch Reformen für mehr Netto bei den Menschen sorgen. Dafür müssen wir den konkreten Beweis antreten, dass die normale, arbeitende Mitte von unseren Steuerplänen profitiert“. Dabei sei auch viel Aufklärungsarbeit erforderlich. „Gerade CDU und FDP erwecken gerne den Eindruck, sie wollten die „Mitte“ entlasten, wobei letztlich nur die Top-Verdiener und Vermögenden profitieren“.
Ein weiteres digitales Grußwort kam von SPD-Parteichef Lars Klingbeil. Klingbeil betonte, dass es bei der kommenden Bundestagswahl um viel gehe. Er warb um einige Kernthemen aus dem Wahlprogramm der SPD.

Anschließend kamen noch die Langenargener Sternsinger vorbei. Diese sammelten Spenden für Maßnahmen zur Stärkung von Kinderrechten in Kenia und Kolumbien.

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