Ausgegrenzt!
Es ist wieder passiert! Seit gestern wurden zwei weitere Personen in die Unterkunft an der Unteren Seestr. 110/1 „umgesetzt“. Auf Nachfrage bei der Gemeinde und der örtlichen beteiligten Polizei hieß es, dass Gefahr in Verzug in einer Unterkunft in Bierkeller gewesen sei, die die „Umsetzung“ nötig gemacht habe. ( Inzwischen stellte sich auf Nachfrage bei der Polizei in RV heraus, dass der Vorfall nicht registriert ist. Eine Anzeige liegt ebenfalls nicht vor. Damit scheidet „Gefahr im Verzug“ als Begründung für sofortiges Handel aus. Es wurde auf Nachfrage von AGORA-LA mitgeteilt, dass die Polizei lediglich begleitend anwesend gewesen ist. ,13.9.2025, 13.58 Uhr)
Ungeheuerlich ist, dass eine Person mehrfach schwerst behindert ist und im Rollstuhl sitzt. Von ihr also dürfte keine Gefahr ausgegangen sein! Diese Unterkunft ist nicht barrierefrei! Um in die Räume zu gelangen, muss jemand die Person samt Rollstuhl über die Eingangstreppe getragen haben. Auch im Innenbereich ist die Unterkunft nicht barrierefrei. Sowohl die Toilette als auch die Dusche sind nicht mit dem Rollstuhl erreichbar. Abgesehen davon ist dort im Bad der Abfluss verstopft und es stinkt übel . . .


AGORA-LA hat mit den örtlichen Verantwortlichen bei der Gemeinde gesprochen. Tenor: Es gab keine andere Möglichkeit, schon gar keine barrierefreie Unterbringung. Es sei eine Notlösung, man suche in der nächsten Woche nach Lösungen. . . . Aber man habe die Unterkunft renoviert, so schlimm sei es dort nicht!
DOCH! Es ist schlimm, wenn dort Menschen mit schwersten Behinderungen untergebracht werden, die nicht einmal die wichtigsten Bedürfnisse des Alltags erledigen können. Diese Unterkunft sollte längst nicht mehr belegt werden. Seit einem Jahrzehnt weiß man, dass diese Baracke untauglich ist! Dieses Wochenende wird sich an der Unterbringung nichts ändern, hieß es. Erst nächste Woche, die Zuständigen haben noch Urlaub. Das ist kaum zu ertragen! Diese Baracke sollte längst von der Liste der Obdachlosenunterkünfte gestrichen werden!
Verantwortlich für den Vollzugsdienst ist die Gemeinde Langenargen. Dafür kann man sich nur noch schämen- nicht fremd schämen- nein das dürfen wir alle nicht hinnehmen: Wir sind alle Langenargen. Bürgermeister Münder ist inzwischen informiert.
Ist diese Baracke Teil eines Images von Langenargen? Ein Bild, das kaum zu einer Touristengemeinde passt? Weggucken gilt nicht! Da nützt auch kein Imagefilm mit Tschanni und ihrer rosaroten Brille!
Aus der Vergangenheit: HIER
Aktualisierung: Richtlinien für die Unterbringung von geflüchteten Menschen mit Behinderung findet man hier.

Tag 3 nach der Umsetzung:
Mit diesem Rollstuhl wird die Person mit der mehrfachen Behinderung in die Dusche gehoben. Eine intakte Dusche findet sich nur in dem Zimmer eines Mitbewohners der Unterkunft, die von den Neuankömmlingen mal erst gesäubert werden musste. Die andere Dusche (s.o.) ist nicht zu benutzen. Die separate zweite Toilette ist verschlossen. Beide Personen – Bruder und die behinderte Schwester- sind in einem Raum untergebracht, obwohl weitere Räume frei sind. Ein Hauptschlüssel zu der Unterkunft wurde nicht ausgehändigt. Sie können den Raum nur über die Terrassetüre verlassen, die von außen nicht abschließbar ist.
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