andererseits schreibt über das neue Behindertengesetz
Hinter andererseits stehen Menschen, die ein inklusives Medienhaus aufgebaut haben. Sie wollen die Perspektive von Menschen mit Behinderung schaffen.
In dem aktuellen Newsletter in einfacher Sprache geht es um das neue Behinderten-Gleichstellungsgesetz. Sie schreiben „[. . . ] Das Gesetz soll Menschen mit Behinderungen vor Diskriminierung schützen. Durch die geplanten Änderungen soll es auch Verbesserungen bei der Barriere-Freiheit geben. Aber viele sagen: Das neue Gesetz ist nicht streng genug. Für private Unternehmen gibt es zum Beispiel viele Ausnahmen. Das Deutsche Institut für Menschen-Rechte hat das kritisiert und sagt: Besser wäre, wenn es allgemeine Regeln für alle gäbe. Aber das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales hat eine andere Meinung. Es sagt: Die Regeln sind gut genug.[. . . ]“
Der Deutsche Behindertenrat (DBR) kritisiert hier ebenfalls: „[. . . ] Für Unternehmen sollen Verpflichtungen zum Ergreifen von angemessenen Vorkehrungen nicht gelten, wenn damit bauliche Veränderungen oder Änderungen an Gütern und Dienstleistungen einhergehen, da diese grundsätzlich als „unverhältnismäßige und unbillige Belastungen“ gelten. Eine solche pauschale Einstufung ist nach Einschätzung des DBR ein fatales Signal – sowohl in der Wirkung als auch in der gesellschaftlichen Botschaft. „Wer jede noch so kleine Anpassung per Gesetz als Belastung einstuft, erklärt Menschen mit Behinderungen faktisch selbst zur Belastung. Das ist nicht nur politisch verantwortungslos, sondern steht diametral zur UN-BRK, die Deutschland seit über 15 Jahren verpflichtet“, betont Michaela Engelmeier (Sprecherinnenratsvorsitzende)
Wie hilflos man sich bei uns in LA auf der Terrasse des Schlosses mit einer Rollstuhlfahrerin fühlt, musste AGORA-LA am vorletzten Wochenende erleben. Leider gab es noch nicht einmal eine Rampe, um in den Innenraum zu gelangen. Die Toilettenfrage für Menschen mit Einschränkungen ist ebenfalls dauerhaft dort nicht gelöst. Die Möglichkeit in den oberen Konzertsaal mit körperlichen Einschränkungen zu gelangen, gibt es auch nicht. (Aus der Vergangenheit: vgl.hier) Auch ein Fall für andererseits . . .
Über der Kunstgenuss im Museum für Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist genauso wenig nachgedacht worden ! Vielleicht gibt es doch wenigstens einen einfachen Treppenlift sowohl im Schloss als auch im Museum.. . .

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