Gesamtkonzern

„Gewichtung“ A.Haberpointner, Sammlung Würth

In der Abschlusssitzung des scheidenden Gemeinderates wurden gestern starke Vergleiche gezogen.  Wenn der Bürgermeister die Gemeinde mit einem Gesamtkonzern verglich, wie formuliert, wäre er dessen Vorstandsvorsitzender. So müsste er dann auch als Vorstandsvorsitzender agieren. In dieser Rolle müsste er kommunizieren, er müsste reden. Nicht nur mit Vorstandskollegen, nicht nur mit Führungskräften, sondern mit allen relevanten Gruppen und dazu gehören auch die Kunden oder hier die Einwohner. So wie er selbst gesagt hat: Einwohnern kann man nicht aus dem Weg gehen. Die gehören zwar nicht zum Konzern, sind aber eine den Geschäftsverlauf prägende Gruppierung. Deshalb muss man sie anhören. Der Einwohner, der von ihm genannt wird und dessen Weg er kreuzt, findet eben kein Gehör. Bis zum bitteren Ende dieser Legislaturperiode nicht. 

Ungehört in der missglückten Junisitzung, ungehört in der Verweigerung von Auskünften an Einwohner, ungehört beim brandaktuellen Thema um die Vorwürfe zu der Sicherheitsfirma in Langenargen und deren Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Deshalb entsteht folgerichtig eine Gegenöffentlichkeit. Die kreuzt den Weg mit dem „Vorstandsvorsitzenden“ ohne große Umwege. Ihr kann er nicht aus dem Weg gehen. Sie ist immer präsent. Sie ist nicht rückwärtsgewandt, sie geht immer geradeaus. Sie stellt sich ihm in den Weg bei brisanten Themen. Sie steht für ein offenes Langenargen, das nicht mit Floskeln abgespeist werden will. Nicht durch zeitverzögerte Antworten an die Presse , die von Anwälten formuliert werden. Auch nicht durch die ewig gestrigen Traumdeutungen eines ehemaligen stellvertretenden „Gesamtkonzernchefs“. Dessen Ausführungen wurden jäh durch das Klingeln eines fiktiven Weckers unterbrochen. Hoffentlich sind alle Beteiligten tatsächlich davon wach geworden und werden in Zukunft immer hellwach bleiben!

  1. Hmmm… immer nett, wenn man mit Analogien versucht komplizierte Dinge zu beschreiben. Aber die sollten dann auch passen. Touristen sind bestenfalls die Kunden der Gemeindeverwaltung. Die Bürger sind die Aktionäre, die in ihren Versammlungen den Vorstand und deren Vorsitzenden bestimmen. Das nennt sich Kommunalwahl und die Verträge sind auf Zeit. Bei offensichtlichen Fehlentscheidung regen sich die Aktionäre auch mal zwischen drin (Bürgerentscheid) JB

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