Haltung oder doch der Mantel der Gleichgültigkeit?

Es geht bei der Frage um Sicherheit in Langenargen um Antworten im Umgang mit Sicherheit vor Ort. Zum einen gibt es Überlegungen, ob denn LA so ein starkes Sicherheitsproblem hat, dass dieses nicht mit den üblichen Mitteln der Polizei gelöst werden kann. Zum anderen wundert man sich über das mangelhafte Management der Öffentlichkeitsarbeit der Verwaltung , deren „Wording“ eine  Kanzlei für sie übernommen hat. 

Die Redaktion von AGORA hat zahlreiche Rückmeldungen zu dem Komplex Sicherheitsfirma in LA bekommen. Es gibt unterschiedliche Fragen, die die Bürgerschaft umtreiben: Einige wollen wissen, warum überhaupt diese Dienste außerhalb von Großveranstaltungen nötig sind, andere möchten gerne Auskunft über die Kriterien bei der Auswahl solcher Firmen. Offensichtlich gibt es durchaus Qualitätsunterschiede. Im Falle der örtlichen Firma scheint es nun klar, dass die Qualitätsmerkmale, die vermeintlich durch dubiose Referenzen und falsche Angaben über Partner (z.B. die Industrie und  Handelskammer, IHK) vorgegaukelt wurden, eher keine vertrauenswürdige Referenz für die in Rede stehende Firma  vermitteln. Nicht zu vergessen die politische Vergangenheit  mancher Mitarbeiter der  Firma. 

Um LA nicht auch in einem schiefen Licht stehen zulassen, wäre es wichtig, dass die Gemeindeverwaltung öffentlich Stellung bezieht zu den offenen  Fragen der  Bürgerschaft. Damit LA und seine Bürgerschaft eben nicht in den Sog der Gerüchteküche gerät. Klare Kante kann da nur der Bürgermeister zeigen. Er muss den Ruf der Gemeinde im Blick haben, damit sie nicht weiter im Umfeld rechter Verdächtigungen genannt wird. Dies ist leider geschehen, nicht um den Ort unter Generalverdacht zu stellen, sondern um aufzuklären. Das kann nur im Sinne der Bürger*innen sein. Sie haben ein Recht auf Aufklärung, wie die Verwaltung  sich zu den Vorwürfen stellt, wie komplex  die Sicherheitslage  hier im Ort ist , wer die  Bürger*innen bewacht und wie die Zusammenarbeit z.B. auch im Falle der Begleitung von Jugendlichen im Partybus durch Sicherheitsfirmen in Zukunft  aussehen soll. Das alles muss geklärt werden.

Der Umgang mit den berechtigten Fragen der Öffentlichkeit und eine klare  Haltung dazu  ist Aufgabe  eines  Bürgermeisters . Das Verwaltungsorgan „Gemeinderat“ darf dabei gerne Hilfestellung leisten.