Bürger als Bürgermeistermacher?


Vom AHA-Graben zum HAHA-Graben

Ja, die Not ist offensichtlich groß, wenn aus der Bürgerschaft Anzeigen geschaltet werden, um Kandidaten auf die  bevorstehende  Bürgermeisterwahl in LA aufmerksam zu machen. Auf einmal wird der Ort wach.

Gerade in den letzten Tagen in Berlin vor dem  Reichstag hat eine, wenn auch kleine Gruppe, versucht einen rechten „Sturm“ gegen die  Demokratie auszulösen. Diese rechte Windböe hat Bilder provoziert, die leider um die Welt gingen. Deshalb ist die Demokratie vor Ort in der Kommune besonders wichtig, zum Beispiel eine Bürgermeisterwahl. 

Dass  Bürger*innen Anzeigen in ihrer Not privat schalten, um Kandidaten zu finden, ist verständlich. Klar wird damit , dass die Bürgerschaft in LA eine echte Wahl haben will. Das müssen auch die Fraktionen des Gemeinderates endlich erkennen. Sie werden sich nach der Sommerpause zu einem möglichen Bürgermeisterwechsel klar positionieren müssen. 

Es war in den letzten Tagen immer wieder von der Bannmeile am Reichstag in Berlin die Rede. Sie schützt nicht nur das  Gebäude, sondern auch den  Parlamentarismus. In der Kommune braucht man eine solche Bannmeile um das  Rathaus nicht. Wenn aber diese Bannmeile indirekt entsteht, weil der Chef des Rathauses sich von den Bürgern abkapselt und kaum direkt mit seinen Bürger*innen kommuniziert, könnte es sein, dass er vom virtuellen AHA- Graben in den sog. HA-HA Graben fällt, von dessen Tiefe er überrascht sein wird.