Sie haben es geschafft


Karla

Medienmitteilung 

Mehr Medienvielfalt für Konstanz: Erstmals mehr als 100.000 € in einem Crowdfunding für ein lokal- journalistisches Projekt 

Ein guter Tag für den Lokaljournalismus in Deutschland: Erstmals hat mit dem gemeinnützigen Projekt karla eine lokaljournalistische Initiative eine so hohe Fundingsumme erreicht. Neben dem Aufbau eines digitalen Stadtmagazins wird karla auch partizipativ arbeiten und ein Medienbildungsprogramm anbieten, um Demokratie zu fördern und Teilhabe zu ermöglichen. Die karla gGmbH hat Modell- charakter und geht im September an den Start. 

80.000 €, das war die Zielsumme, die sich karla im Crowdfunding-Contest der Hertie- Stiftung gesetzt hatte. Von vielen wurde das Ziel als zu ambitioniert angesehen. Doch den Initiator:innen war wichtig, dass karla professionell aufgebaut werden kann: „Wir möchten karla finanziell und strukturell so aufstellen, dass alle anständig bezahlt werden, um ausführliche Recherchen und unabhängiges Arbeiten zu ermöglichen. Und uns ist wichtig, dass das Fortbestehen nicht am Engagement von Einzelnen hängt.“, erklärt Anna Kulp, eine von drei Geschäftsführer:innen, und fährt fort: „Dass es jetzt inklusive des Preisgeldes von 17.500 € für den dritten Platz sogar 101.334 € geworden sind, freut uns riesig.“ 

Die Macher:innen sind beeindruckt von ihren Unterstützer:innen: Insgesamt haben 1073 Menschen karla im Crowdfunding unterstützt. Redaktionsleiter Michael Lünstroth ist begeistert: „Im Lauf der Kampagne konnten wir sehen, wie sich eine Solidaritäts- welle entwickelt hat; die Unterstützer:innen sind selbst aktiv geworden. Das ist genau der Community-Gedanke, den wir uns für die partizipative Arbeit von karla wünschen.“ 

Modellcharakter: Finanzierung von gemeinnützigem Journalismus 

Der Ertrag aus dem Crowdfunding ist nur ein Bestandteil der Finanzierung. Neben Einnahmen aus Abonnements, Veranstaltungen und Spenden, werden weitere Förder- und Stiftungsgelder beantragt.
karla reiht sich ein in andere gemeinnützige Journalismus-Projekte wie Correctiv, Forum gemeinnütziger Journalismus und Relevanzreporter. Nik Volz, einer der drei Geschäftsführer:innen, erläutert den Modellcharakter von karla: „Wenn sich karlas Finanzierungsmodell als erfolgreich erweist, kann es auch in anderen mittelgroßen Städten eine Lösung für die Herausforderungen im Lokaljournalismus sein.“ 

Wie geht es jetzt weiter? 

Das Geld aus dem Crowdfunding ermöglicht es karla den Sommer zu nutzen, um personelle und technische Strukturen aufzubauen und Fördergelder anzufragen.

Im Herbst wird karla mit voraussichtlich vier festen Vollzeitstellen (verteilt auf Teilzeitstellen) an den Start gehen. Die Stellenausschreibungen werden in den nächsten Wochen veröffentlicht. 
Online-Stadtmagazin 
Statt einzelner loser Geschichten will karla ihre Themen in vielfältigen Formaten erlebbar machen. „Über Podiumsdiskussionen, Vor-Ort-Termine, Werkstattgespräche und Expert:innen-Vorträge verlängern wir unsere Texte aus dem digitalen Magazin heraus in den öffentlichen Raum. Um Dialog zu stiften und den Diskurs in Konstanz anzuregen“, sagt Anna Kulp. Mehrmals in der Woche berichtet karla über die Entwicklungen in Konstanz: multime- dial, investigativ, partizipativ. Der thematische Fokus liegt dabei auf Politik, Kultur und Gesellschaft. „Unsere Basis ist journalistisches Handwerk: gründliche Recherche, verständliche Texte, überraschende Geschichten“, erklärt Michael Lünstroth. Ergänzt wird das redaktionelle Angebot durch einen Veranstaltungskalender. 
Partizipation und Bildungsprogramm 
Die professionelle Redaktion soll zudem gemeinsam mit der Community mehrmals im Jahr Schwerpunktthemen erarbeiten. Über diese gemeinsamen Recherchen wird Medienkompetenz vermittelt und die Menschen werden eingebunden, denn karla versteht sich auch als Demokratieprojekt. Das Bildungsengagement von karla geht aber darüber hinaus: Gemeinsam mit dem Schlüsselqualifikations-Zentrum der Universität Konstanz werden junge Menschen in Journalismus geschult. „So fördern wir junge Talente und vermitteln die Bedeutung von Journalismus in Zeiten grassierender Fake News“, erklärt Lünstroth. 
Kontakt Michael Lünstroth, Redaktionsleiter michael.luenstroth@karla-magazin.de 0160 964 78 792 www.karla-konstanz.de 
Wer steht hinter karla? 
Hinter karla steht eine gemeinnützige Organisation, die karla Magazin gGmbH. Acht Gesellschafter:innen haben die gGmbH im November 2021 in Konstanz gegründet. Mit dabei sind: Saskia Baumgartner (40), Journalistin, Thomas Buck (49), Physiker, Anna Kulp (44), Projektleiterin & Literaturvermittlerin, Michael Lünstroth (44), Journalist, Peter Magulski (56), Unternehmer, Birgit Niederhafner (41), Übersetzerin & Lektorin, Nik Volz (30), Digitalstratege & Kommunikationsdesigner und Moritz Schneider (27), Ethnologe & Erlebnispädagoge. 

Anmerkung AGORA-LA:

Auch wenn die Karla in Übersee wohnt und schreibt, hat AGORA-LA das Projekt unterstützt. Warum? Weil das die Zukunft im Lokalen ist.

Bei uns sieht man an dem Mini-Projekt AGORA-LA, nur eine One-Woman-Show, wie groß das Bedürfnis der Menschen nach Hintergrundwissen besonders bei lokalen Themen ist. Die Zugriffszahlen nach Gemeinderatssitzungen auf AGORA-LA sind enorm! Auch die Aufteilung der beiden großen Zeitungen SÜDKURIER und Schwäbische Zeitung verhindert, dass Themen aus mehren Blickwinkeln behandelt werden.

Ich stehe weiter im Kontakt mit Karla in Übersee, die das Projekt sicher professionell betreiben wird.

Ach, ehe ich es vergesse: Klein aber fein. Spenden sind immer willkommen: DE807601 0085 0975 1838 52 Postbank, Stichwort AGORA-LA

Und gerne mal Anregungen: Was wünschen Sie sich für die örtliche Berichterstattung? Immer alleine am Schreibtisch macht keinen Spaß, wenn man nicht mal ein feed-back bekommt, das die Entwicklung für die Zukunft im Blick hat.

Aktualisierung, 4.6.2022, 10.19 Uhr:

Hier mal ein Beitrag aus dem SÜDKURIER-Land:„Steigende Energiepreise und der Ukraine-Krieg führen dazu, dass die Idee von der Wärmegewinnung aus dem See in Langenargen und Meersburg wieder auf die Tagesordnung kommt. Ähnliche Pläne gibt es bereits in der Schweiz.“

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