Nachfrage
Im Zusammenhang mit der neuen Bürgerinitiative BIRDS hat AGORA-LA beim Gesundheitsamt nachgefragt (vgl. hier) Das waren die Fragen:
- Welche Kontrollmechanismen hat das Gesundheitsamt, wenn es um die Wasser Qualität in den Strandbädern Langenargen, Eriskirch nach Starkregenereignissen geht?
- Die Verunreinigung treten unabghängig vom diesjährigen Hochwasser auf. Welche Lösungsansätze hat das Gesundheitsamt in den bereits stattgefunden Gesprächen der Beteiligten rund um das Thema Schussen vorgeschlagen?
Das ist die Antwort vom LRA:
Die Kontrollen der Badeplätze durch das Gesundheitsamt erfolgen entspechend der EU-Vorgaben. Hier wird nicht tagesaktuell die Wasserqualität überprüft, sondern es geht um ein längerfristiges Monitoring. Die Vorgehensweise ist online erklärt, mit entsprechenden Links HIER.
Nach Starkregenereignissen wird generell davon abgeraten, in natürlichen Gewässern zu baden, das betriff nicht nur den Bodensee. Einige Strandbäder hissen in solchen Fällen die rote Flagge, einen einheitlichen Warnmechanismus hierfür gibt es aber nicht. Für die Badeplätze Langenargen und Eriskirch wird dies regelmäßig so praktiziert: Hier ist wegen der nahen Flussmündungen nach Starkregenereignissen regelmäßig mit einer kurzfristigen und kurzzeitigen Beeinträchtigungen der Badewasserqualität zu rechnen. In diesen Situationen hissen die Bäder selbständig die rote Flagge und nehmen sie danach auch wieder herunter. Das sind tagesaktuelle, manchmal stundenaktuelle Entscheidungen vor Ort, die nicht in das System der Badegewässerkarte eingepflegt werden.
Nachdem insbesondere die Schussen im vergangenen Jahr verstärkt wegen ihrer Fracht aus dem Hinterland in der Diskussion war, hat der Regierungspräsidium als zuständige Behörde einen Sondierungsprozess gemeinsam mit den Anrainerkommunen in Gang gesetzt. Im ersten Schritt wurde abgefragt, welche aktuellen und geplanten Maßnahmen zur Gewässerreinhaltung es gibt, beispielsweise Ausbau von Kläranlagen. Wie es um dieses Prozess steht, müssten Sie bitte beim RP erfragen.
Ergänzendes: Im Moment weht im Strandbad wieder die rote Fahne. Sie wurde zuletzt nach dem starken Regen am letzten Samstag gehisst. Also auch wieder wegen der Verunreinigung durch die Schussen. Die rote Fahne weht heute immer noch, weil noch zu viel Holz im Wasser schwimmt und dadurch die Aufsicht erschwert ist, so das Team von PVM. Daher gilt bei uns im Moment noch das Badeverbot im See.
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