Jahresempfang 2025 Gemeinde Langenargen

Same procedure as every year? 

Nein, in diesem Jahr nicht erst im März. Aber der Fokus der Ansprachen der Ersten stellvertretenden Bürgermeisterin  Susanne Porstner (FWV) und von Bürgermeister Ole Münder lag wieder auf der Bewältigung von Krisen, die sich bis in die kleinsten Gemeinden im Land auswirken.

Nach der Begrüßung der Ehrengäste – hier besonders die Bürgermeisterin von Mini- LA 2024, Lea Dahlhoff- verwies Porstner zurück in die Vergangenheit. 2024 sei das Wort das Jahres   „Ampel-Aus“  gewesen, gefolgt von Klimaschönfärberei, kriegstüchtig, Rechtsdrift und Messerverbot. (vgl.hier). Man könne meinen, aus dem Krisenmodus gar nicht mehr herauszukommen. Aber dennoch dürfe man nicht den Mut und die Zuversicht verlieren, vielmehr müsse man hoffen, denn wer nicht hoffe, der habe schon verloren und verändere nichts, so die Erste stellvertretende Bürgermeisterin.

1.Stellvertretende Bürgermeisterin Susanne Porstner

Bürgermeister Ole Münder nahm die Gedanken seiner Vorrednerin auf. Die Intensität der Umfang und die Geschwindigkeit internationaler Entwicklungen bestimmten das Empfinden der Menschen in der Rückschau auf das vergangene Jahr. Dabei denke mancher Soziologe und Historiker eher in größeren Zeitabschnitten, in Epochen. Es werde in dieser Betrachtung eines größeren Zeitabschnittes eher der Begriff „Kontrollverlust“ in den Vordergrund gerückt, der Menschen in Stress versetze. „ Zukunftschock“ sei die Beschreibung, die die Stimmung der Menschen in seinen Augen eher treffe. Man habe das Gefühl, dass einem die Dinge entgleiten, dass die individuelle Einflussmöglichkeit auf die Geschehnisse um einen herum kaum noch gegeben sei. Dabei scheine es, dass die gängigen Wertvorstellen über Bord gegangen seien, so der Bürgermeister.

Allerdings könne man sich in der Gemeinde Langenargen noch auf solche Werte verlassen, man habe funktionierende Gremien, funktionierende Berichterstattung und ein gutes soziales Miteinander. Eine Gemeinde müsse ein verlässlicher Partner für alle sein.

Haushaltstechnisch stünde man vor großen Herausforderungen. Viele Projekte seien gut vorangekommen: das Feuerwehrhaus, das Pflegeheim, aber weitere Bauvorhaben ( Schlossgarage, die Mauer am Anlegesteg, Rathaus), die nicht aufzuschieben seien, stellten eine finanzielle Herausforderung für die Gemeinde dar. Die Entwicklung von Flächen, die die Gemeinde für ihre künftigen Projekte benötige, sei außerordentlich schwierig. Auch die sonstigen baulichen Maßnahmen würden kostspielig und wären deshalb kaum als Kommune allein zu stemmen. Leistungsversprechen der Politik sollten mit Vorsicht gemacht werden, um die Menschen anschließend nicht zu enttäuschen, mahnte der Bürgermeister. 

Man werde Prioritäten setzen, neue Konzepte entwickeln müssen- es werde anders. Aber man habe das Potential dafür, gerade in dieser Gemeinde mit einem motivierten Gemeinderat, einer interkommunalen sehr guten Zusammenarbeit, einer sehr engagierten Bürgerschaft und einem motivierten Team im Rathaus. Deshalb wandte sich der Bürgermeister an die Adresse der anwesenden Bundes – und Landtagsabgeordneten des Bodenseekreises in Richtung Berlin und Stuttgart: „Lassen Sie die Kommunen nicht allein. Die Kommunen sind das Rückgrat unseres Gemeinwesens!“

Bürgermeister Ole Münder

Dann gab es Medaillen in Silber für die zehnjährige Mitgliedschaft im Gemeinderat

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Rainer Terwart (CDU) und 2. Stellvertretender Bürgermeister

Andreas Vögele( CDU)
Dr. Ulrich Ziebart (OGL)
Christoph Brugger (FWV)

Silke Falch (OGL)
Gruppenbild mit Partnern und Partnerinnen

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Dr. Gerhard Moll wurde von der Karl und Carola Winter-Stiftung für seine verschiedenen Ehrenämter ( DLRG, BIRDS, Ukraine-Familienhilfe) ausgezeichnet
Für sein Engagement bei den Pfadfindern wurde Kalle Kley von der Franz-Joseph-Krayer-Stiftung geehrt
Die Franz-Joseph-Krayer-Stiftung zeichnete die Elterngruppe aus, die sich um die Organisation der Hüttenfreizeit kümmert

Es war ein gelungener Abend mit vielen guten Gesprächen bei heiterer Stimmung und klirrender Kälte draußen- passend zum Neujahrsempfang! Passender als im März! Das war die persönliche Meinung von AGORA-LA.

Gefrorenes in heiterer Wintersonne im Januar 2025

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