Der wandelnde braune Haufen

Markttag in LA

Turbulente Tage in Berlin. Nach der gestrigen  Sitzung des Bundestages bemüht sich die CDU um Schadenbegrenzung hier mit einer Stellungnahme zu den gestrigen Geschehnissen. Auch die Altkanzlerin Angela Merkel scheint „not  amused“ hier. Im Laufe des Tages haben sich Kunst- und Kulturschaffende hier in einem offenen Brief geäußert. ( aktualisiert, 19.04 Uhr)

Will man in das lokale Geschehen des Wahlkampfes eintauchen, muss man donnerstags in LA auf den Markt gehen. Seit einiger Zeit stehen dort die „GRÜNEN“ mit ihrem Stand und in geringem Abstand die AfD, letztere nicht bei Regen (letzte Woche).

Die Sonnenstube zeigt sich jedoch heute von der ihrer besten Seite. Es ist belebt, es wird diskutiert an beiden Ständen. Plötzlich herrscht Unruhe: zwischen beiden Ständen wandelt ein menschgewordener Kothaufen über den Markt. Beharrlich tänzelt er, gleichsam magnetisch angezogen vor dem AfD-Stand auf und ab. Die AfD –„Marktbeschicker“ versuchen mehrmals ihn los zu  werden. Er scheint sich wie ein Hundehaufen bei den Blauen festgetreten zu haben. Ärgerlich!

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Vergebliche Verteibungsversuche- kaum scheint er verscheucht, taucht er wieder auf. Am Rücken des braunen Vermummten ein Ventil. Luft rauslassen? Fragen sich die Blauen am Stand. Man kann ihn nicht packen. Verzweiflung macht sich breit. Kothaufen? Wer ist zuständig? Ordnungsamt oder lieber gleich die Polizei?

Etwas Uniformiertes muss her! Also Alarm, zwei Polizisten erscheinen – nein, nicht beritten, zu Fuß! Von weitem sieht man die Blauen mit der Obrigkeit diskutieren. Was sie wohl vorbringen? Beschwerde wegen eines braunen Haufens vor dem Stand?

Inzwischen verlassen einige Menschen die Marktstände und applaudieren vor dem hartnäckig klebenden Haufen, der sich dann aber doch schnell trollt. Die Beamten strammen Schrittes hinterher. AGORA-LA auch. Aber der Braune hat sich verdrückt. Nicht mehr auffindbar.

AGORA-LA fragt die Obrigkeit: Macht man sich strafbar, wenn man so als Exkrement vor einem AfD-Stand klebt? Nein. Erst, wenn Wahlplakate beschädigt werden oder man die öffentliche Ordnung störe. Was man denn als Ordnungshüter gemacht hätte, wenn sie den braunen Haufen gefasst hätten? Man hätte lediglich die Personalien aufgenommen, hieß es. Warum eigentlich? Vielleicht war es doch nur ein Faschingskostüm?

Anm. AGORA-LA: Wegen einiger Nachfragen: Die Identität des „Hästrägers“ war bis zum Schluss nicht erkennbar und das ist auch gut so.

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