Vom Saftkeller zum Wohnquartier

Natur Ella

Fast  auf den Tag  genau zwei Jahre ist es her, dass die Fränkel AG zum Richtfest des neuen Wohnquartiers Natur Ella eingeladen hatte (vgl. hier). „Aus vielen Aktenordnern wird ein Projekt“, hatte Bürgermeister Ole Münder damals gesagt. Nun wurde der Aktenordner geschlossen und die Menschen sind eingezogen, das Projekt  ist  abgeschlossen. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich Bewohner, Besucher und geladene Gäste. Alle Wohnungen sind vermietet in einem Quartier, das zuvor zu 90 Prozent versiegelt war. Jetzt sind es nur noch 40 Prozent der Fläche!

Es ist gelungen, hochwertigen Wohnraum zu schaffen, am Lebenszyklus orientiert, so die Vorständin Jacquline Egger-Buck. Es gäbe BewohnerInnen, junge Familien, die gleich ihre Eltern mitbringen und zwei Wohnungen angemietet haben. So habe man potentielle Babysitter für alle  Fälle…

Von links: Peter O. Buck, Jaqueline Egger-Buck, Moderator M. Antwerpes

Nachhaltig wurde gebaut mit Blick auf die nächsten Generationen: 3600 m3 Holz aus Österreich, das in 90 Minuten nachwächst, so konnte man hören. Überhaupt ist das gesamte Projekt ökologisch klug durchdacht: so wird beispielsweise kein Regentropfen verschenkt, jeder Tropfen bleibt auf dem Gelände. Wie man denn für ein solches Projekt zusammen käme, wurde  Architekt  Plösser auf der Bühne vom Moderator gefragt: „Am Anfang gibt es tatsächlich eine Handskizze und . . . viel Vertrauen“, sagte er.

von links: M. Plösser, H.J. Reisch, Fa. Planstatt Senner

Das mit dem Vertrauen bei diesem Projekt konnte auch der Bürgermeister von Langenargen, Ole Münder, bestätigen. Er betonte allerdings auch, dass oft die überbordende Bürokratie Projekte verzögere oder komplett verhindere.

Unter Leuten: BM Münder

Damit  wandte er sich gleich an den inzwischen eingetroffenen CDU Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Manuel Hagel. Er wird der Ministerpräsidentenkandidat der CDU für die kommende Landtagswahl in BW 2026 sein. „ Einzelne  Grashalme zählen, um Ausgleichsflächen zu finden, das kostet oft Zeit und manches Projekt scheitert “, so Bürgermeister Münder in Richtung Manuel Hagel. Der nahm das Thema gleich auf: Man brauche mehr Eigenverantwortung, weniger Bürokratie, gerade im Bauwesen: Bei der Einführung einer neuen Norm müssten gleichzeitig zwei abgebaut werden. Manuel Hagel zeigte sich sichtlich beeindruckt und könnte sich vorstellen dort einzuziehen, wenn Natur Ella in seiner Heimatstadt Ehingen stehen würde. Mit diesem Projekt werde deutlich, dass „etwas geht“.

CDU Fraktionsvorsitzender Manuel Hagel (links) und der Moderator M. Antwerpes

Damit der Hausdegen über den Wohnungen richtig hängt, gaben die  beiden  Kirchenvertreter,  Pfarrer Mathias  Eidt für die evangelische Kirche und der katholische Pfarrer Armin Noppenberger ihren Segen mit den Worten aus  Psalm 127 :  „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen [. . . ]“. Es sei oft das “ Unverfügbare“, das nicht greifbar sei und ein Haus beschütze, so Pfarrer Eidt.

In Eintracht Segen spenden

Weihwasser „to go“ für Gebäude und Menschen aus einer gebrauchten Sprudelflasche mit Löchern. Das hat was auch ohne Worte!

Kunst gibt es auch. Sie ist die emotionale Verbindung zu den Häusern und ihren Menschen, sagte Jacqueline Egger-Buck zuvor.

Auf dem Sofa mit Haustier aus Beton : Alltagsmenschen von Laura Lechner

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Ein Frosch und zwei Mikros

Wer auf Insta schauen will, hier gibt’s schon Filmchen.

Zum Eingangsbild: Die Bäckerei Ulmer hatte nur heute extra Natur Ella – Schecken gebacken. Übrigens Ella ist nun ein Mensch in der Natur, glaubt man bei Fränkel.

Der Blick von der Bierbank mal in eine andere Richtung: Es muss nicht immer der Säntis sein!

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