Museum Langenargen
AGORA-LA hatte einleitend zu einer Presseanfrage an die Pressestelle der Gemeinde Langenargen geschrieben:
„Nach den gut besuchten Führungen am letzten Wochenende im Museum ist viel Unverständnis über den Rückzug von Dr. Fischer bei den Besuchern und Besucherinnen zurückgeblieben. Seine fachliche Kompetenz ist außerhalb der Gemeinde hoch geschätzt, auch die Öffnung des Museums für Veranstaltungen geht auf seinen Einsatz zurück. Professionelle Betreuung des Museums ermöglichte Leihgaben und Kooperationen mit anderen Häusern.Die Gemeinde Langenargen ist Teil des Vorstandes des Museumsvereins und stellt das Haus zur Verfügung.“ Hier kommen die Fragen von AGORA-LA und Antworten (kursiv) der Pressestelle:

1. Welche Bemühungen hat es seitens der Gemeinde gegeben, die Unstimmigkeiten innerhalb des Vereins und Herrn Dr. Fischer beizulegen?
Herr Fischer ist von seinen Aufgaben als Vorstand und Kurator aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten. Im Vorfeld gab es einige Gespräche, die Inhalte unterliegen der Vertraulichkeit.
2. Es ist inzwischen der Name einer Nachfolgerin von Dr. Fischer in der Öffentlichkeit zu hören, bevor es überhaupt eine Mitgliederversammlung des Vereins gegeben hat. Ist diese Indiskretion mit Wissen der Gemeinde LA erfolgt?
Nach dem Rücktritt des Vorsitzenden hat sich der Vorstand der Aufgabe angenommen, die Nachfolge für die Aufgaben des Vereinsvorsitzes wie auch der Kuratorentätigkeit zu regeln. Entsprechende Gespräche mit Interessenten haben stattgefunden bzw. dauern noch an und unterliegen der Vertraulichkeit. Es macht Sinn – und das ist usus [sic!] in allen anderen Vereinen ebenfalls – im Vorfeld einer Jahreshauptversammlung die Personalfragen geklärt zu haben, um den Mitgliedern geeignete Vorschläge für die Besetzung von Posten unterbreiten und darüber abstimmen zu können.
3. Kann/ will die Gemeinde als Mitglied des Vorstandes auf die Durchführung einer Mitgliederversammlung, die in diesem Jahr noch nicht stattgefunden hat, bestehen, um die nötige Transparenz wenigstens innerhalb des Vereins, aber auch nach außen zu schaffen?
Der Zeitpunkt einer Jahreshauptversammlung orientiert sich am Fortschritt der verbindlichen Zusagen von geeigneten Personen für die offenen Posten. Hierbei gilt das unter 2. Gesagte.
4. Wer ist verantwortlich für die Kommunikation zwischen Verein, Gemeinde und Öffentlichkeit?
Die Gemeinde ist im Vorstand vertreten und somit in den Austausch und die Kommunikation eingebunden. Die Öffentlichkeitsarbeit obliegt dem Museumsverein.
5. Welche museale Konzeption schwebt der Gemeinde hinsichtlich der Vermittlungsaufgabe als Bildungsinstitution am Ort vor und wie will sie künftig Einfluss auf das Konzept des Hauses als kulturelles Aushängeschild von LA nehmen?
Als Mitglied des Vorstandes ist auch die Gemeinde bei Gesprächen über die Ausrichtung vertreten und bringt sich ein. Da kulturelle Projekte und Veranstaltungen in der Gemeinde Langenargen einen hohen Stellenwert haben, soll das Museum selbstverständlich ein kulturelles Aushängeschild Langenargens sein und bleiben. Die inhaltliche und künstlerische Ausrichtung wird sich sicherlich auch den Schwerpunkten künftiger Kuratorentätigkeit orientieren. Gemeindeseits ist eine weitere Vernetzung des Museums mit örtlichen und überregionalen Einrichtungen wünschenswert, ebenso die museumspädagogische Bildungsarbeit.
6. Wird es auch in Zukunft das Kunst -Stipendium im Kavalierhaus, das von der Gemeinde LA finanziert wird, geben?
Das Stipendium war schon immer ein Projekt der Gemeinde und wir auch künftig stattfinden.
Hinweis zur Transparenz: Die Fragestellerin ist seit vielen Jahren Mitglied im Museumsverein. ( Satzung Museumsverein hier, besonders § 8, Mitgliederversammlung)
Zum Thema lesen Sie HIER und HIER
aktualisiert , 8.11.2025, 12.01Uhr)
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