Lindau
Am 22. November lädt der Internationale Konzertverein Bodensee ein zur 25. Langen Nacht der Musik in Lindau – Im Forum am See stehen Klassik und Jazz auf dem Programm Brahms, Rachmaninow, Schostakowitsch, Gershwin, Young – die Lange Nacht der Musik in Lindau präsentiert eine große Bandbreite an Komponisten. Zum 25. Mal lädt der Internationale Konzertverein Bodensee e.V. am 22. November ab 19 Uhr zur Langen Nacht, im Lindauer Forum am See gibt es neben Musik von Klassik bis Jazz regionale Köstlichkeiten aus dem Theatercafé. Auf der Bühne begegnen international erfolgreiche Künstler jungen Ausnahmetalenten. So trifft der weltweit gefeierte Cellist Alexey Stadlerauf die Vorarlberger Geigerin Elisso Gogibedaschwili und den Pianisten Jacopo Giovannini aus Rom, die bei den Internationalen Festivals junger Meister entdeckt wurden. In der Jazz-Band musizieren der Lindauer Pianist Peter Vogel und der Solokontrabassist des Symphonieorchesters Innsbruck Dragan Trajkovski mit den ausgezeichneten Studierenden Hannah Lilian Vogel, Gesang, und Tom Guszvány, Schlagzeug. Mit 53 Jahren hatte Johannes Brahms viel erreicht: er war angesehener Komponist, hatte mit Sinfonien Maßstäbe gesetzt und verdiente gutes Geld. Anderes – eine Oper, eine Hochzeit – war gescheitert. Seine Kammermusikwerke aus den Sommerferien am Thuner See erzählen von Konflikten seiner Seele ebenso wie von der sonnigen Atmosphäre und der lieblichen Umgebung. Das Opus 100 für Violine und Klavier ist eine Liebeserklärung ohne Worte, geschrieben in Erwartung eines Besuchs der jungen Sängerin Hermine Spie. In duftigen Melodien verbarg Brahms eigens für sie komponierte Lieder. Das berühmte Klaviertrio Nr. 3 in c-moll op. 101 ist im selben Sommer am Thuner See entstanden und verbindet herbstlich-düstere Melancholie mit innigen Momenten und ungarischen Tanzmelodien. Neben diesen Werken stehen weitere Juwelen der Kammermusik in der Langen Nacht auf dem Programm: Im Trio élégiaque setzte der junge Sergej Rachmaninow dem mit 53 Jahren gestorbenen Peter Tschaikowski ein Denkmal. Leidenschaftlich und expressiv drückt es die rückhaltlose Trauer um den Freund und Mentor aus. Zu hören ist auch Dmitri Schostakowitschs Cellosonate, die durch außerweltliche Schönheit und hämmernde Rhythmen in herber Resignation mündet. Auch der Jazz-Teil des Abends lebt vom Kontakt erfahrener Brillanz mit jugendlicher Begeisterung. Das Quartett aus Peter und Hannah Lilian Vogel, Dragan Trajkovski und Tom Guzsvány riss bereits bei Konzerten in Konstanz und Langenargen das Publikum zu Beifallsstürmen hin. Sie bringen in Lindau Jazz-Standards und Musik aus eigener Feder auf die Bühne. Darunter sind Werke von George Gershwin, Victor Young und Toots Thielemans. Ehe Gershwin durch die „Rhapsody in Blue“ Musikgeschichte schrieb, wurde er durch Songs berühmt. Er komponierte für den Broadway und für Filme, Lieder wie „Sommertime“, „I got rhythm“ und „A foggy day“ wurden von Ginger Roberts, Ella Fitzgerald und Louis Armstrong vertont. Young war vor allem für Filmmusik bekannt und wurde 22mal für den Oscar nominiert. Er schrieb auch zeitlos schöne Songs wie „Stella by Starlight“ und „My foolish Heart“. Thielemans führte die Mundharmonika zum Jazz und schrieb die Musik zur Sesamstraße. Karten für die Lange Nacht der Musik sind im Internet über www.reservix.de oder bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich. Weitere Informationen finden Sie unter www.konzertverein.com sowie unter www.birdmusic.de. |
|
| Alexey Stadler, Elisso Gogibedaschwili und Jacopo Giovannini bei Proben letzte Woche in Frankfurt am Main. (Foto: Alexey Stadler) |
| Programm der 25. Langen Nacht der Musik 19:00 Uhr – Klassik Johannes Brahms (1833–1897) Sonate für Violine and Klavier No. 2 in A-Dur op. 100 1. Allegro amabile 2. Andante tranquillo – Vivace 3. Allegretto grazioso (quasi Andante) Elisso Gogibedaschwili Violine Jacopo Giovannini Klavier Dmitri Schostakowitsch (1906–1975) Sonate für Cello und Klavier in D-moll op. 40 1. Allegro non troppo 2. Allegro 3. Largo 4. Allegro Alexey Stadler Violoncello Jacopo Giovannini Klavier 20:00 Uhr 1. Pause 20:45 Uhr – Klassik Sergej Rachmaninow (1873–1943) Trio élégiaque No. 1 in g-moll • Lento lugubre – più vivo Johannes Brahms (1833–1897) Klaviertrio No. 3 in c-moll op. 101 1. Allegro energico 2. Presto non assai 3. Andante grazioso 4. Allegro molto Elisso Gogibedaschwili Violine Alexey Stadler Violoncello Jacopo Giovannini Klavier 21:30 Uhr – 2. Pause 22:15 Uhr – Jazz Georg Gershwin, Victor Young, Toots Thielemans u.a. Programm nach Ansage Hannah Lilian Vogel Gesang Peter Vogel Klavier Dragan Trakovski Kontrabass Tom Guzsvány Schlagzeug 23:00 Uhr – 3. Pause 23:15 Uhr – Zugaben Veranstaltungsende: gegen Mitternacht Änderungen vorbehalten |
| |
Kommentar verfassen