Ring for peace

Zeremonie

Nach  dem Regentag gestern  wurde  nun erst heute in Lindau der Ring  for  Peace nach einer Prozession vom Tagungsort Inselhalle zum Luitpoldpark eingeweiht. Am Ende der bunten Prozession bildeten die Teilnehmer einen menschlichen Ring, hörten den einzelnen Religionsvertretern zu, um zum Schluss gemeinsam an einer Meditation teilzunehmen.

Die Konstruktion des  Holzringes  aus 36  unterschiedlichen Holzarten entspricht der Mannigfaltigkeit der Religionen. Jeder Teilnehmer bekam zu  Beginn der Feierlichkeit einen  kleinen  Holzanhänger, jeweils aus diesen unterschiedlichen Hölzern.

Gisbert  Baarmann , ein Holzdesigner  aus  Brandenburg hat den Ring entworfen und  mit Ingenieuren aus der  Schweiz gebaut.  So steht  er jetzt für  immer in Lindau. Es gibt kein oben und unten, in der Mathematik nennt man diese Figur das Möbiusband mit seiner“nicht – orientierbaren Mannigfaltigkeit“.

Wie sagte ein Redner bei der Zeremonie: es ist  ein symbolischer  Laufsteg( symbolic catwalk) zu  dem Ring:  eine Einheit für eine Humanität) (one unity for one humanity) Das Blut der Menschen habe bei allen Menschen dieselbe Farbe, so ein Redner aus Kanada mit Federschmuck. Wir alle seien ein Geschenk von Mutter Erde und er rief dann dazu auf, die Schuhe auszuziehen, um diese Erde zu spüren. Denn die Umwelt sei ein stiller Nachbar( a silent neighbour )

Wer nun glaubt, die Veranstaltung ginge kritischen Fragen aus dem Weg, der täuscht sich: hinter den Kulissen treffen in nicht öffentlichen Sitzungen durchaus auch konträre Meinungen der verschieden Religionen auch aus Krisengebieten aufeinander. Religion unter Ausschluss von Politik gibt es hier nicht. So hat „Religions for Peace“(RfP) immer wieder in globalen Krisen vermittelt.

Am heutigen Vormittag stand der Kongress  im Plenum ganz im Zeichen der  Frauen als Friedensschaffende ( Women as Peacemakers).

Die Veranstaltung dauert noch bis Freitag. Ein Besuch lohnt sich, die Vielfältigkeit macht Mut und gibt Anlass, auch in der direkten Umgebung unserer Gemeinde die neuen Mitbürger*innen, die aus den Krisengebieten mitten unter uns leben, besser wahrzunehmen und sie mal wieder einzuladen…..

Zusatz: Wer nicht die Zeit hat , nach Lindau zu fahren, kann die Beiträge über die Seite von Ring for Peace im live stream anschauen